Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungs-Heime, Wiesbaden. 97* 
und Schwefelquellen zu besitzen. Ein vortrefflich eingerichtetes Badehaus ist vorhanden. 
Die Badeverwaltung wird den Gästen der Heime der Deutschen Gesellschaft Kurtaxbefreiung 
gewähren, die Bäder werden zu ermäßigten Preisen geliefert. Die Gesellschaft hat ferner 
mit dem Badearzt ein Abkommen getroffen, wonach den Gästen der Heime vollkommene 
freie ärztliche Behandlung gesichert ist. 
PRINZ-LUDWIG-HEIM IN TRAUNSTEIN. Das zweite Heim der Gesellschaft, das 
Prinz-Ludwig-Heim in Traunstein in Oberbayern, ist bereits vollendet und in Gegenwart 
Seiner Königlichen Hoheit des Prinzregenten Ludwig von Bayern am 6. Oktober 1912 
eröffnet worden. Auch dieses Heim ist für 100 Betten berechnet und erhebt sich in prächtiger, 
landschaftlicher Lage mit herrlichem Blick auf die Berge, 700 m über dem Meeresspiegel, 
wenige Minuten von der oberbayerischen Gebirgsstadt Traunstein entfernt. 
KAISER-WILHELM-HEIM IM TAUNUS. Das dritte von der Gesellschaft in Bau 
genommene, das Kaiser-Wilhelm-Heim im Taunus, gleichfalls für 100 Betten eingerichtet, 
ist am 1. Mai 1913 dem Betrieb übergeben worden. Es ist eine Wegstunde von Wiesbaden 
entfernt, mitten in prachtvollen Waldungen gelegen. Von der Bahnstation Chausseehaus 
führt ein schöner Waldweg zum Ziele (10 Minuten). Die Bäder Schlangenbad und Schwal- 
bach sind zu Fuß in einer, bzw. zwei Stunden zu erreichen. Nach Schlangenbad besteht 
außerdem Autoomnibusverbindung und nach Schwalbach führt eine Eisenbahnlinie. 
Die Gesellschaft hat sämtliche Heime dem Kaiser für den Kriegsfall als Lazarette zur 
Verfügung gestellt. 
Die Geschäftsstelle der Gesellschaft befindet sich in Wiesbaden. Den Vorstand des 
ehrenamtlich tätigen Präsidiums bilden zurzeit: Kommerzienrat Joseph Baum-Wies 
baden, Vorsitzender; Kommerzienrat Fehr-Flach, Präsident der Handelskammer Wiesbaden; 
Geheimer Kommerzienrat Dr. W. Kalle-Biebrich, Dr. Hans Teigmann-Wiesbaden.
	        
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