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Genossenschaftshaus in Berlin-Tegel, Harmsdorfer Straße 6 8.
Große Berliner Straßenbahn.
Die Große Berliner Straßenbahn beschäftigt ständig n 500 Beamte und Arbeiter, die
auf 25 Betriebsstätten (darunter 22 Bahnhöfe) über Groß-Berlin verteilt sind. Damit hält
sie zugleich der Berlin-Charlottenburger Straßenbahn, der Westlichen Berliner Vorortbahn,
der Südlichen Berliner Vorortbahn und der Nordöstlichen Berliner Vorortbahn, die eigene
Beamte nicht angestellt haben, das nötige Betriebs- und Werkstättenpersonal vor.
RUHEGEHALTSKASSE. Die Hauptsorge der Verwaltung, für die alten, arbeitsunfähig
werdenden Beamten und Arbeiter wirksam einzutreten, ist gelöst durch die Einrichtung
der „Ruhegehaltskasse für die Angestellten der Großen Berliner Straßenbahn“, die ihnen
neben der Reichsinvalidenversorgung Pensionen bietet, welche nach 10 jähriger Mitglied
schaft mit y 3 des Gehalts einsetzen und bis zu 3 / i steigen. Witwen erhalten 30 % der Pension
des Mannes. Zu den Beiträgen für die Ruhegehaltskasse werden die Angestellten mit 4 %
des Einkommens herangezogen, die Verwaltung zahlt ebenfalls 4 % und außerdem jährlich
99 000 M., so daß ihr Gesamtzuschuß 620 000 M. beträgt.
ZUSCHUSS ZUM KRANKENGELD. Uber die schwere Zeit der Erkrankung des Er
nährers sucht die Große Berliner Straßenbahn den Familien ihrer Beamten hinwegzuhelfen,
indem sie jährlich 112 000 M. aufwendet, um den über 3 Jahre im Dienst Stehenden einen
Zuschuß zum Krankengeld in Höhe von einem Drittel des Tagesverdienstes zu gewähren.
Da die Betriebskrankenkasse — die auch in der Familienfürsorge, mit Sanatoriumsbehand
lung, Zahnpflege u. a. m. über die gesetzlichen Mindestleistungen hinausgeht — % des