Full text : Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Kübler  &  Niethammer,  Kriebstein.
Alleiniger  Inhaber:  Dr.  jur.  Konrad  Niethammer.
DAS  BURSCHENHAUS  enthält  Raum  für  34  unverheiratete  Arbeiter.  Von  diesen
sind  14  in  Einzelzimmern,  20  in  Zimmern  mit  je  zwei  Betten  untergebracht.
Als  Beköstigung  wird  Frühstück  und  Mittagessen  gegeben.  Ersteres  besteht  aus
3 / 4  Ltr.  Milchkaffee  und  2  Brötchen;  letzteres  aus  I / 3  Pfd.  Fleisch  mit  Gemüse  und  Kartoffeln,
ab  und  zu  aus  Mehlspeisen.

Burschenhaus.

Für  Wohnung  und  Beköstigung  werden  wöchentlich  4  Mark  berechnet  und  am  Lohn
gekürzt.  Dieser  Betrag  schließt  die  Lieferung  von  Handtuch,  Bettwäsche  und  Nachthemd  ein.
Das  Haus  hat  Zentralheizung,  elektrisches  Licht  und  Wasserleitung.
Dem  Burschenhaus  steht  eine  gebildete  Dame  vor.
ARBEITERWOHNUNGEN.  Die  Firma  hat  vorhandene  bäuerliche  Häuser  der  Nachbarschaft ­
  angekauft  und  für  108  Arbeiterwohnungen  hergerichtet,  außerdem  für  128  Familien
ARBEITERWOHNHÄUSER  erbaut.  Bei  der  Mehrzahl  derselben  ist  an  dem  Grundsatz ­
  festgehalten  worden,  daß  jede  Familie  vollständig  abgeschlossen  von  der  anderen
wohnt.  Die  Häuser  sind  regelmäßig  von  den  dazu  gehörigen  Gärten  umgeben.  Die  Mieten
schwanken  in  den  alten  Häusern  zwischen  25  und  100  M.,  in  den  neuen  zwischen  90  und
150  M.  pro  Jahr  und  geben  eine  Verzinsung  des  Anlagewertes  von  2—3%.
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