Full text: Die freiwilligen sozialen Fürsorge- u. Wohlfahrtseinrichtungen in Gewerbe, Handel u. Industrie im Deutschen Reiche

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Kübler & Niethammer, Kriebstein. 
Burschenhaus: Einzelzimmer. 
Burschenhaus: Speisezimmer. 
SCHULHAUS. Der Gemeinde Kriebethal wurde im Jahre 1889 ein neuerbautes Schul 
haus mit vollständiger Einrichtung gestiftet. 
KONSUMANSTALT, aus der die Arbeiter ihre täglichen Bedürfnisse decken, erhält 
unentgeltlich von der Firma das Haus mit Heizung und Beleuchtung, die Anfuhr der Waren, 
sowie das Gehalt des Konsumverwalters. Bei Verkaufspreisen, die den Tagesmarktpreisen 
entsprechen, wird an die Arbeiter am Jahresschluß der Uberschuß in Form einer regel 
mäßig 20—22% betragenden Dividende verteilt. Der Jahresumsatz hat zuletzt 100 000 M. 
betragen. 
KINDERGARTEN. Der 1879 errichtete Kindergarten steht unter Leitung einer 
Fröbelschen Kindergärtnerin und bietet 78 Arbeiterkindern kostenfreie Aufnahme. Zum 
Vesper erhalten die Kinder unentgeltlich Milch. 
FABRIKSPARKASSE. Seit 1856 ist eine Fabriksparkasse errichtet mit der Bestim 
mung, daß jeder Arbeiter am Lohntage mindestens 3 % des Lohnes zurückzulassen hat. 
Dieser zurückgehaltene Lohn kann je zum 1. April und 1. Oktober abgehoben oder der 
Fabriksparkasse zugeführt werden, in der das Geld mit 6 % verzinst wird. Der Stand der 
Kasse betrug am 1. Oktober 1912 559 935,95 M., die Zahl der Sparer 845, von denen 693 
eine Einlage bis zu 1000 M., 75 eine solche von 1000—2000 M., 31 eine solche von 2000 bis 
3000 M., 12 eine solche von 3000—4000 M., 6 eine solche von 4000—5000 M., 11 eine 
solche von 5000—6000 M., 5 eine solche von 6000—-7000 M., 5 eine solche von 7000 bis 
8000 M., 4 eine solche von 8000 — 9000 M. und 3 eine solche von 10 000 — 12 000 M. 
haben. 
FABRIKBIBLIOTHEK. Die 1856 gegründete Fabrikbibliothek steht den Arbeitern 
zu unentgeltlicher Benutzung frei. Außerdem werden wöchentlich Wochenblätter religiösen 
und unterhaltenden Inhalts ausgegeben, wozu die Firma einen Beitrag gewährt. 
DIAKONISSIN. Zur Hilfe in Krankheitsfällen wurde 1895 eine Diakonissin in Krieb 
stein stationiert. Die Einrichtung bewährte sich so gut, daß 1898 auch in der Gröditzer 
Fabrik eine Diakonissin angestellt wurde.
	        
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