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Zone am Alpenrand vom Gensersee bis zum Bodensee. Verletzte
Teil der Alpenaufsallung ergriff auch die benachbarten Molasse-
fchichten und schob sie zu einem Gewölbe zusammen. Die schräg
aufgerichteten Nagelflnhbänke am Rigi, Roßberg und Speer sind
verwitterte Überreste dieser Molassefalte.
Die Gletscher der Eiszeit überfluteten vvm Aus- Wirkung«
gang der Alpentäler her einen beträchtlichen Teil des ber ® iSäeit ’
Mittellandes; außer dem schon genannten Rhonegletscher
waren es vor allem die Eisströme aus dem Aare-,
Reuß-, Linth- und Rheiutal. Sie verkleideten die Rücken
und Täler mit einer mächtigen Schuttdecke und fügten
zu diesen grvßen Zügen der Landschaft einen unendlichen
Reichtum von Moränewällen. Das Gebiet der großen
Emme (Raps) und der Töß (Zürcher Oberland) war
zum größten Teil eisfrei; hier konnte das rinnende Wasser
ungestört ein fein verzweigtes System von Tälern und
Tälchen ausgraben, das in so auffälligem Gegensatz zu
den einfach und steif, verlaufenden, breiten Gletschertälern
steht. In den Mulden, die das Eis im Felsboden aus-
schiwfte, oder hinter Moränenwällen staute sich das Wasser
zu Seen. In jeder Größe, bis hinunter zum Teich, be
leben sie das Bild des Mittellandes. Die lehmige Erde
der Grundmoräue, die weithin dem Nagelfluh- und Sand
steingrund aufliegt, bietet dem Ackerbau einen fruchtbaren
und tiefgründigen Boden. Die Riedflächen auf feuchten,
wasserundurchlässigen Gründen liefern der Viehzucht das
Streuegras. Die Gletscherbäche verschleppten den Kies
der Moränen zu den sogenannten Schotterfeldern, die
in den ausgedehnten Flußniederungen eine große Fläche
einnehmen. Aus diesen trockenen, sonnendurchwärmten
Böden findet das Getreide die ihm gut zusagenden Be
dingungen. Auf deni ehedem eisbedeckten Gebiet des
Mittellandes liegen überall erratische Blöcke zerstreut.
An vielen Stellen hat ihre Zahl stark abgenommen, da
der Stein als geschätztes Baumaterial verwendet wurde.
Einzelne durch Lage oder Größe bemerkenswerte Find-