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England keine Sorge. Die Mittel derselben würden in den
Händen der Privatinhaber und in natürlicher Gruppirung mehr
leisten und besser verwaltet werden als unter dem dcrmaligoii
Centralinstitut. Hier haben wir also beide Seiten einmal ver
einigt. Auf der einen Seite will Ricardo im Interesse der
Gesammthcit ein Zettelmonopol des Staats errichtet wissen;
auf der andern Seite hält er für alle übrigen Bankgeschäfte es
für sehr gleichgültig, ob eine grosse Centralbank für das Land
durch Staatsprivilegien existiré, oder ob sich die Capitalion der
Privattheilhaber dieser Bank in anderer Weise den Bank
geschäften zuwenden. Er veranschlagt hiebei das ausserordent
liche Eebergewicht, welches die Privilegien im Lauf der Zeit
gcschaflbn haben, so gut wie gar nicht und schätzt die ganze
Wirkungsfähigkeit scheinbar nach den Capitalien, falls nicht
etwa der verschwiegene Hintergedanke zu berücksichtigen ist,
dass die durch die Privilegien erwachsene und zur Zeit so zu
sagen Natur und Sitte gewordene Macht in anderer Form in
der Breite der bankgeschäftlichen Welt wieder auf leben und
nur ihre Inhaber wechseln werde. Hiezu kommt noch, dass
in diesem Plan nur von einlösbaren Zetteln die Rede ist,
während Ricardo sonst das Princip aufgestellt hatte, es liesse sich
bei gehöriger Beschränkung der Menge ein unoinlösbares, also
recht billiges Umlaufsmittel in gleicher Geltung mit dem Metall
schaffen und erhalten, Ueberhaupt wird mau Ricardos theo-
retisirendes Verhalten in den verschiedensten Richtungen am
besten begreifen, wenn man die sich überall bestätigende
Voraussetzung fcsthält, dass er vornehmlich durch die Betrach
tung von dem geleitet wurde, was ihm in seiner Geschäfts
erfahrung unmittelbar eingeleuchtct, und wofür er eine Ait
Instinct oder Tact mit Glück geltend gemacht hatte. Indem
er die von dieser Seite her zu Gebote stehenden Vorstellungen
mit den Anregungen des Smithschen Werks combinirte und
dem Zuge seiner eignen abstracten Ideenfassung folgte, gelangte
er zu jenen Erörterungen und Darstellungen, in denen der
Mangel einer weiter tragenden und wirklich vollständigen
Consequenz das zunächst am meisten Auffallende ist. Dieser
Contrast der verhältnissmässig scharfen Zuspitzung des Ein
zelnen und Naheliegenden mit dem Verzicht auf die Berück
sichtigung des umfassenderen Zusammenhangs erklärt sich aus
dem angedeuteten Standpunkt und aus dem unwillkürlichen