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Die winterliche Schneedecke hält in den tiefern
Landesteilen selten längere Zeit an. Im südlichen Tessin
und am Genfersee schmilzt sie meist schon nach wenigen
Tagen. Im rauheren St. Gallen liegt der Schnee im
Mittel schon über 70 Tage, in Davos und im Ober
engadin volle sechs Monate. In den höchsten Partien
der Alpen fallen die Niederschläge fast ausschließlich als
Schnee. Der Winter schüttet auch über die untern, von
Menschen bewohnten Bergregionen und über die Jura-
höhen mächtige Schneemassen aus, die die Wege fast
ungangbar machen und mit ihrer Last die halb ver
wehten Hütten zu erdrücken drohen. In der Schnee
decke des Gebirges ist eine bedeutende Wassermenge für
die warme Jahreszeit aufgespeichert. Auf den Feldern
des Tieflandes liegt oft den ganzen Winter über nur
ein leichter Anflug von Schnee; gerade hier wäre aber
eine ordentliche Schneedecke besonders willkommen zum
Schutz für die Wintersaat und als Wasservorrat für
das erste Wachstum der Pflanzen im Frühling.
Wetterlagen der Schweiz.
Die Witterung hängt von der Richtung des Windes ab.
Der Wind selbst richtet sich nach der Verteilung des Luftdruckes,
dessen Unterschiede von Ort zu Ort sich im Barometerstand zeigen.
Nach einem Gebiet mit geringem Luftdruck und tiefem Barometer
stand (Minimum oder Depression) strömt die Luft so lange hin,
bis der Drnckunterschied ausgeglichen ist. Solche Gebiete tiefen
Barometerstandes können an Umfang einem großen Teil Europas
gleichkommen und verlegen meist in kurzer Zeit ihren Standort.
Am häufigsten wandert das Minimum vom Atlantischen Ozean
her über Nordsee und Ostsee und verschwindet im Nordosten
Europas. Je nach der augenblicklichen Lage des Minimums
ändern die ihm zuströmenden Winde ihre Richtung.
Niedriger Luftdruck im nordwestlichen Europa bringt der
Schweiz das Föhuwetter, mit starken Regen in der Slidschweiz,
mit Wärme und Hellem Himmel nordwärts der Alpen. Das
schöne Wetter ist meist von kurzer Dauer. Die bei Föhn anf-
Flückiger, Schweiz g
Schneedecke
Wetterlagen !
Föhnwetter