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Gemüse
Zuckerrüben
Tabak
auch zur Schweinemast verwendet. Die Kleinbrenuereieu
der früheren Zeit förderten den Schnapsverbrauch in
solchem Maße, daß er einen schweren Schaden für das
Volk bedeutete. Das Alkoholmonopol räumt jetzt dem
Bunde allein das Recht zur Fabrikation und zum Verkauf
des Karloffelbranntweins und des Spiritus ein.
Gemüsebau. Einzig in der Nähe der Städte
und der Konservenfabriken beansprucht der Gemüsebau,
entsprechend dem stärkern Bedarf, größere und zusammenhängende
Flächen. Dazu kommt eine Einfuhr im Wert
von 12 Millionen Franken; daran haben die frühen
Gemüse aus Südfrankreich und Nordafrika einen bedeutenden
Anteil.
Zuckerrübenbau. Neben den Ländern mit
Großgrundbesitz, wie Österreich-Ungarn, Deutschland,
Frankreich, Rußland, hat die Schweiz Mühe, den
Zuckerrübenbau und die Zuckerfabrikation aufrecht zu
erhalte». Nachdem die Fabrik in Monthey im Rhonetal
den Betrieb einstellen mußte, scheint die 1899 gegründete
Fabrik in Aarberg einem bessern Gedeihen
entgegenzugehen. Der Rübenbau gewinnt auf der Entsumpfungsebene
des Großen Mooses und in der Westschweiz
überhaupt ständig an Ausdehnung. Immerhin
deckt der Aarberger Zucker nur einen bescheidenen Teil
des Jahresbedarfs. Aus den großen Rübenländern wie
Österreich, Deutschland und Frankreich muß Zucker im
Betrag von 50 Millionen Franken (1912) eingeführt
werden. Der Anbau der Zuckerrübe ist für den Boden
vorteilhaft, weil er ihn nicht seiner Nährstoffe beraubt.
Die Abfälle der Verarbeitung, die Schnitzel, werden
zur Fütterung des Viehs verwendet.
Tabak wird auf gutem Boden und in milden
Lagen des Broyetales und des südlichen Tessins angebaut.
Die Ernte wandert in die Tabak- und Zigarrenfabriken
(Seite 86), stellt aber nur einen kleinen Teil
des insgesamt verarbeiteten Rohmaterials dar.