Full text : Weltporto-Reform

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Nach  den  angrenzenden  Nachbarländern,  die  jetzt  noch  dem
Weltporto  unterliegen,  ist  dagegen  der  transitahgabenfreie  Verkehr  so  gross,
(bis  zu  77%  in  den  obigen  Ländern),  dass  hier  reichlicher  Ersatz  für  den
Verlust  aus  dem  Überseeverkehr  herauszuschlagen  wäre.  Mau  studiere  nur
meine  unten  folgenden  Zahlentafeln  für  50  Länder  genau  (S.  172  ff.)  und  übersehe ­
  nicht  den  Naohbarverkehr  und  die  Steigerungsmöglichkeiten,  die  auch
den  Inlandsverkehr  heben  helfen!
3.  An  die  „beträchtliche  Einnahmeminderun'g  auf  Jahre
hinaus“  kann  ich  nicht  recht  glauben,  Im  ersten  und  zweiten  Jahre  wird
ein  gewisser  massiger  Ausfall  da  sein,  aber  er  wird  schnell  immer  kleiner
rmd  der  Verkehr  immer  grösser.  Die  Schweiz  und  einige  andere  Länder
stehen  allerdings  wegen  ihres  geringen  Budgets  und  ihres  geringen  Überschusses ­
  ungünstig  da.  Doch  müsste  man  sich  hier  auf  besondere  Weise
zu  helfen  suchen.  Wie?  Das  behalte  ich  mir  für  später  zu  sagen  vor.
i.  a)  Ich  bin  i  m  Gegensatz  zu  Herrn  Herz’og  und  vielen  Postverwaltungen
vielmehr  der  Ansicht,  dass  das  Weltpennyporto  wegen  der  erdrückenden
Fülle  von  Gründen  schon  in  naher  Zeit  kommen  muss.  Aber  werde  ich
die  Herren  davon  überzeugen?  Ich  weiss  es  nicht.
b)  Die  Transite  erscheinen  mir  nicht  als  wesentliches  Hindernis.
Vielmehr  wäre  eine  vorhergehende  Portoermässigung  sogar  ein  guter
Grund,  dann  auch  die  Transitgebühren  herunter  zu  drücken.
Ein  baldiger  Sprung  zum  grossen  Ziel  wäre  das  Beste  und
würde  der  wirtschaftlichen  Krise  unserer  Tage  nur  zugute
kommen.  Das  Finanzelend  wird  ja  nicht  ewig  dauern.  Für  ein  schrittweises ­
  Vorgehen  ist  das  Weltpennyporto  schon  viel  zu  weit  vorgeschritten. ­
  Das  Haupthemmnis  bilden  die  Nachbarländer,  wohin  der
grösste  Verkehr  geht,  und  nicht  die  fernen  Überseeländer  mit  dem
winzigen  Verkehr  dahin.
Ich  wollte,  auch  die  Postverwaltungen  überzeugten  sich  bald  von
der  Notwendigkeit,  aus  der  jetzigen  verworrenen  Flickarbeit  herauszukommen, ­
  um  wieder  ein  grosses,  nerres,  einheitliches  Ganze  zu  bilden.  Ich
empfehle  zu  dem  Ende  das  Studium  der  unten  folgenden  Zahlentafeln.
            
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