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in diese Kasse zahlen, sondern mit ihrem zugezahlten Betrag machen,
was sie will."
Durch diesen Beschluß wurde von Grund auf jede Erbitterung
unter der Arbeiterschaft beseitigt. Die Zechenverwaltung
fand hieran jedoch keinen Gefallen, weshalb Dopiralla sich am
12. Oktober bei derselben melden mußte. Es wurde ihm erklärt,
er hätte die Zechenverwaltung beleidigt. Am 16. Oktober wurde
er wegen der angeblichen Beleidigung entlassen und am 2. November
wurden ihm die Möbel von dem Kolonieverwalter und
einigen Arbeitern, die unter dem Schutze eines Gendarmen und
eines Polizeibeamten standen, auf die Straße gesetzt. Eine
Räumungsklage war gar nicht eingereicht.
Nachdem Dopiralla entlassen, war die Belegschaft sehr empört.
weil die Besucher der Versammlung wissen, daß Dopiralla
beleidigende Aeußerungen nicht gebraucht hatte. Gegen den
ziemlich jungen Bureaubeamten Paul Koleppel in Oestrich,
Hansemannstraße Nr. 10, welcher der Zechenverwaltung mitgeteilt
hat, Dopiralla habe die Verwaltung beleidigt, was er mittels
eines Stenogramms beweisen will, ist von Dopiralla Privatbeleidigungsklage
eingereicht. Worte, die in der Versammlung
von keinem Redner gebraucht wurden, aber in dem Stcnogrämm
zu lesen sind, beweisen, daß das Stenogramm nicht in
der Versannnlung abgefaßt wurde. Die Belegschaftsmitglieder
verlangten, durch die Entlassung Dopirallas auf das schlimmste
gereizt, daß eine Belegschaftsversammlung ani 25. Oktober einberufen
werden sollte. Die Genehmigunng für diese Versammlung
wurde bei dem Herrn Landrat nachgesucht. Der Herr
Landrat versuchte nun eine Vermittelung zwischen der Zechenverwaltung
und Dopiralla, die aber ergebnislos verlief. Auf
Wunsch des Herrn Landrats sollte die Versammlung am 1.
November sein. Am 31. Oktober aber bekam D. Bescheid vom
Amtmann, daß 'die Versammlung auf Anordnung des Landrats
nicht stattfinden dürfe. Jetzt ist die Belegschaft erst recht aufgebracht,
besonders auch deswegen, weil der Beschluß der Versammlung
vom 11. Oktober von der Zechenverwaltung nicht
anerkannt wird. Vielmehr hat die Verwaltung die gesamte Belegschaft
dadurch beleidigt, daß sie gesagt hat, die Versammlung
sei von Schustern, Schneidern und Frauen besucht gewesen.
Wir bitten nun das Generalkommando dringend, die Genehmigung
zur Abhaltung einer Versammlung für die Belegschaftsmitglieder
zu geben.
Ferner bitten wir, eine Untersuchung unter Hinzuziehung
des gesamten Arbeiterausschusses der Zeche bezw. Anlage umgehend
in die Wege zu leiten und dafür zu sorgen, daß Dopiralla,
der Familienvater und Ernährer einer neunköpfigen Fa-