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beschäftigen. Aber wegen den Maßregelungen von Sicherheitsmännern
und -Kandidaten bitten wir das Königliche Oberbergamt,
bei den Bergwerksverwaltungen dahin zu wirken, daß
dieses unerhörte, das deutsche Ansehen so sehr schädigende Gebühren
unterbleibt.
Einer geneigten Beantwortung dieser Eingabe entgegensehend,
zeichnet
mit hochachtungsvollein Glück-Aus!
Der Borstand des Verbandes der Bergarbeiter Deutschlands.
Eine Eingabe um Lohnerhöhung
richteten die vier Bergarbeiterverbände auf Anregung unseres
Vorstandes am 28. November 1916 an 34 Zechen, wo die Arbeitslöhne
besonders niedrig standen. Die Eingabe lautete:
Tie Unterzeichneten erlauben sich, im Aufträge der auf
Ihren Werken beschäftigten organisierten Bergarbeiter folgendes
Gesuch um Lohnerhöhung zu unterbreiten, in der Hoffnung,
daß. es Berücksichtigung findet und den Wünschen Ihrer Belegschaft
dadurch Rechnung getragen wird.
Die durchschnittlichen Hauerlöhne betragen heute nach Berichten
der Arbeiterausschüsse auf verschiedenen Zechen 9 Mark
und mehr. Es wird nun von den Belegschaftsmitgliedern Ihres
Werkes darüber geklagt, daß der Durchschnittslohn der Hauer
noch weit unter 9 Mark stehe, auch die Durchschnittslöhne der
übrigen Arbeitergruppen seien viel niedriger, wie auf anderen
Zechen. Die Lebensmittelpreise und die Preise der meisten
Bedarfsartikel sind, aber andauernd gestiegen und weiter im
Steigen begriffen.
Es ist daher dringend notwendig, wenn die auf Ihren Werken
beschäftigten Arbeiter ihre Leistungsfähigkeit behalten sollen,
auch eine angemessene Lohnsteigerung eintreten zu lassen. Es
liegt dieses nicht allein im Interesse der bei Ihnen beschäftigten
Arbeiter, sondern auch des Werkes selbst, da die durch Lohnerhöhung
mögliche bessere Ernährungsweise wieder durch gesteigerte
Leistungsfähigkeit dem Werke zugute kommt.
Mit Rücksicht auf die sehr günstige Lage der Bergbauindustrie
und in der Annahme, daß es auch Ihnen möglich ist,
den Wünschen Ihrer Belegschaft zu entsprechen, sowie in der
Hoffnung auf eine befriedigende zusagende Antwort auf unsere
Eingabe, zeichnen mit hochachtungsvollem Glückauf!
(Folgen Unterschriften der vier Bergarbeiterverbände.)