fullscreen : Kritische Geschichte der Nationalökonomie und des Socialismus

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tivcn  in  die  Auffassung  der  Creditbeziehungen  zwar  nicht  überall
falsch  oder  unklar,  aber  jedenfalls  ein  überflüssiger  Formalismus ­
  ist.  Der  Satz,  dass  eine  Verbindlichkeit  durch  eine  Forderung ­
  von  gleicher  G-rösse  nicht  zu  Null  aufgehoben  werde,
sondern  dass  hier  zwei  entgegengesetzte  ?  Wirklichkeiten  im
Spiele  seien,  ist  eine  Paradoxie,  die  sich  leicht  in  eine  Trivialität ­
  verwandeln  lässt.  Wenn  Macleod  aber  für  diesen  mehr
schiefen  als  tiefen  Satz  einen  mathematischen  Schematismus
der  Naturkräfte  aus  dem  Gebiet  der  höheren  Naturphilosophie
zum  Erläuterungsprincip  macht,  so  tastet  er  hiemit  in  ein  Halbdunkel, ­
  in  welchem  sich  Niemand  überzeugt  finden  wird,  und
welches  selbst  erst  durch  eine  strengere  Logik  aufzuhellen
wäre.  Er  erklärt  auf  diese  Weise  das  ökonomisch  nicht  mit
zureichender  Klarheit  Gedachte  durch  etwas,  was  in  seiner
eignen  ungenügenden  Vorstellungsart  und  im  Bereich  des  mathematischen ­
  Mysticismus  ebenfalls  mit  Unklarheit  behaftet  ist.
Obwohl  daher  ein  gewisses  Streben  nach  der  Erkenntniss  tieferer
Beziehungen  und  subtilerer  Verhältnisse  auch  in  den  angedeuteten ­
  Wendungen  der  Macleodschen  Denkmethode  nicht  verkannt ­
  werden  darf,  so  wird  man  doch  stets  darauf  zurückkommen»
dass  derartige  Untersuchungen  zu  einem  erheblichen  Theil
scholastisch  leer,  zu  einem  andern  Theil  aber  auf  halbem  Wege
stehen  geblieben  sind.  Ein  noch  tieferes  Eindringen  in  das.
Wesen  der  Sache.würde  mit  dem  Halbdunkel,  welches  auch  in
den  formal  strengeren  naturwissenschaftlichen  Analogien  bestehen ­
  bleibt,  vollständig  aufgeräumt  und  zu  einer  freieren  und
natürlicheren,  der  Sache  unmittelbar  angemesseneren  Schematik
geführt  haben.  Diese  Bemerkung  trifft  übrigens  nicht  blos
Macleod,  sondern  überhaupt  denjenigen  Charakterzug  des  neusten
nationalökonomischen  Denkens,  welcher  durch  die  Uebertragung
naturwissenschaftlicher  sowie  anderer  Vorstellungsformen  entstanden ­
  ist,  die  den  der  Sache  fremden  Wissenschaften  unmittelbar ­
  entlehnt  sind,  ohne  zuvor  die  reine  Form  allgemein  wissenschaftlicher ­
  und  mithin  logisch  selbständiger  Begrifl’e  oder
Methoden  erhalten  zu  haben.
Die  vierte  Form  der  Scholastik  knüpft  sich  an  ein  unzweifelhaftes ­
  Verdienst,  nämlich  an  gute  juristische  Kenntnisse
der  Englischen  Art,  vermöge  deren  aber  die  Behandlung  der
politischen  Oekonomie  oft  genug  in  einen  Rechtstractat  ausartet. ­
  So  exact  die  fragliche  Gattung  juristischer  Denkweise
            
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