Full text: Die deutschen Hypotheken-Aktien-Banken

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erreicht hat, und ein Delkredere-Konto der Hypothcken-Ahtheilung, 
bestimmt zur Deckung etwaiger, bei Uebernahme belichener und 
subliastirter Güter sich ergebenden Verluste. Ersterer beträgt jetzt 
1,499,968 M., letzterer 736,238 M. Die Maximalsumme der Pfand 
briefe ist einstweilen auf 260 Mill. M. bemessen. Ueber das llypo- 
tbekengesebätt im Jahre 1876 sagt der Bericht, dass trotz einiger 
Beeinflussung des Kealkredit-Gesebäfts durch die allgemeinen Ver 
hältnisse dasselbe in Süddeutschland doch noch frei geblieben ist 
von allen beängstigenden und beunruhigenden Symptomen, und 
dass die grössere Zurückhaltung, welche sich das Institut hin 
sichtlich einiger grösseren Städte im vergangenen Jahr auferlegt 
hat, nur in dem Bestreben nach gleichmässigcr Vertheilung der 
llisiken über ganz Bayern ihren Grund hat. An einer anderen 
Stelle heisst es dann: „Die Zinsen und Annuitäten fangen an, etwas 
langsamer einzugehen als in den vorausgegangenen Jahren, doch 
hat der, am Jahresschluss bestandene Annuitäten-Rückstand nicht 
mehr als 4 pCt. der gesammten Schuldigkeitsgrösse betragen.“ Der 
Zuwachs an Hypotheken umfasst pro 1876 28,034,075 M. Nach 
Vertheilung auf Stadt, Land und industrielle Etablissements sind 
dieselben nicht spezialisirt. Auch über die Betheiligungen an Sub- 
hastationen im vergangenen Jahre enthält der Bericht nichts. 
Dagegen führt er an, dass 15 Anwesen im fatirten Werthe von 
530,000 M. zum Subhastationspreise von 283,000 M. sich im 
Besitze der Anstalt befinden. Von den übrigen Geschäfts-Abtheilungen 
der Bank hat die kaufmännische befriedigende Erfolge im Eflekten- 
verkehr (der sich vorwiegend auf Kauf und Verkauf eigener 
Pfandbriefe und auf Betheiligung an festverzinslichen, neuen Paj)ieren 
erstreckt), weniger befriedigende, des billigen Zinsfusses halber, 
im Wechsel- und Lombardgeschäft erzielt. Der Umfang der ein 
zelnen Zweige dieser Abtheilung erhellt aus den untenstehenden 
Ziffern der Hauptbilanz. Die Versicherungs-Anstalt hat sowohl in 
der Feuer- als in der Lebensversicherungs-Branche mit gutem 
Erfolge operirt. In Ersterer betrug der Zuwachs an Versicherungs- 
Kapital 77 Mill. M. In Folge dieser allgemeinen günstigen Resultate 
ist die Anstalt in ihrer Ertragsfähigkeit sich nahezu gleich ge 
blieben, obgleich sie pro 1876 der zinsfreien Banknoten-Kapitalien 
zum ersten Mal ermangelte. Das Aktienkapital von 30 Millionen 
Gulden = 34,285,714 M. hat man bisher abzurunden unterlassen, 
da eine Herabsetzung desselben die sofortige Fälligkeit aller
	        
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