yurden 1913 über 36 Millionen Pud geerntet. Der BVBerf.). 1918 gelang
5 uns etwa 5 Millionen Pud Fladhs zu ernten, die Erträge von 1919
und 1920 blieben jedoch bei weitem Hinter diejer Zahl zurüd, 1918
Hatten. wir im ganzen 4350000 Bud aufgebradgt und wir rechneten
diejes Yahr mit einem bejjeren Ertrag für Ddiejes Yahr, um wenig-
itens zum Teil den Ausfall an Baumwolle zu deden. AWber [Hon die
arjten Wintermonate — Dezember und Sanuar — offenbarten einen
itarien Rüdgang der Ernte...
Die vorhandenen Fladhsvorräte reiden aus für acht Monate, viel-
(eidht fogar für ein Jahr. Wir Können aber feine großen Mengen
an das Ausland abgeben, und die Fatajltrophale Verringerung
des Ertrages gegenüber 1918 läkt die Befürchtung auffommen, dak
die Leineninduftrie im Yahre 1920 inbezug auf Flacdhs die gleiche Krije
wird durdmaden müffen, wie die Textilinduftrie inbezug auf Baum-
wolle *).“
Die Lage der ruflijdhen Landwirtidhaft nad) den mehr als 21% Yah-
‚en bolidhewiftijder Herrihaft ijt als überaus ernit zu bezeichnen,
Bon einer Steigerung der Produktion, die angeblid eine Folge fom-
munijtijdjer Wirtjdhaft fein fol, Tann, wie wir fjahen, auf einem
Gebiete der Landwirtjhaft gefprodhen werden, aud) nit auf dem der
Biehzucht**), die in den vorjtehenden Zeilen nicht näher behandelt
yorbden it — die aber jelbjt nad bolihewifjtijdhen Quellen nidht min-
der als die anderen Zweige der LandwirtjHaft gelitten Hat. (Seuchen,
Requifitionen, Fehlen von Arbeitskräften ujw.) Die von der Sowjet-
regierung zur Hebung der LandwirtjHaft ergriffenen Maßnahmen haben
m allgemeinen verfagt. Dies gilt u. a. aud) für das Dekret des
Sowjets der VBolisiommifjfjare über die Vergrößerung der Saatfläche,
Xrgendwelde Erfolge diejes Dekreis, das einen befonderen Land-
jond im Nahre 1920 aus bradliegenben Adern Ihaffen und die
Bodenfläden auf Koften des Staates bewirtfhaften wollte, find biss
her nit gemeldet worden. Auch die bereits auf dem erjten Kongreß
der Sowjets der Boltswirtjhaft befhloffene Schaffung einer AUNrufli-
iden Inititution zur Verjorgung der Landwirte mit Inventar,
Saaten und fünitligen Dungmitteln hat keine nennenswerte YUbs
hilfe gebracht. Die Verpflegung der Bevölferung if, wie überein-
immend von Augenzeugen berichtet wird und wie ih aus bolidhes
nijtilden Zeitungen jederzeit nadweijen läßt, nad) wie vor derartig,
daß von einer [tändigen Unterernährung gelproden werden kann. Ob
— Kufliiche Korrefpondenz Nr. 5, März 1920.
**) „Nuch die Viehzucht hat in legter Zeit fehr gelitten“ heikt es in einer
Relolution des Allr. Zentralen Exekutiv-Komitees vom Februar 1920,
Die mirticdhaftlihe Aukunft des Ditens