Full text : Die Kommunalbesteuerung in Italien

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Liegenschaften  und  in  den  Städten  die  Gebäude  mit  Zuschlägen  belastet ­
  wissen.  Er  unterscheidet  zwischen  centesimi  ordinari  und
centesimi  straordinari.  Erstere  sind  die  innerhalb  der  gesetzlichen
Grenze  auferlegten  Zuschläge.  Sie  sollten  das  Rückgrat  der  Gemeindebesteuerung ­
  bilden.  Die  Zuschläge  über  die  gesetzliche  Grenze
hinaus,  die  centesimi  straordinari,  dagegen  sollten  erst  nach  Anwendung
der  Spezialsteuern  erhoben  werden  dürfen.  —  In  der  Grundauffassung
mit  Ellena  übereinstimmt  Magliani,  nach  dem  „die  centesimi
addizionali  zur  Grund-  und  Gebäudesteuer  das  hauptsächliche  und
wesentliche  Fundament  des  Steuersystems  der  Gemeinden  bilden
sollen,  nicht  nur  aus  verschiedenen,  leicht  zu  erkennenden  Gründen,
sondern  auch  wegen  des  geringeren  Einflusses,  den  sie  auf  die
Produktionsbedingungen  und  auf  die  Gestaltung  der  Preise  der  zum
Leben  notwendigen  Yerbrauchsobjekte  ausüben“.  Dies  begründet  er
damit,  daß  die  Grundsteuer  infolge  ihres  Alters  sich  derart  zu  einer
Reallast  verhärtet  habe,  daß  sie  von  den  Grundbesitzern  gar  nicht
mehr  als  Steuer  empfunden  werde.  Zugunsten  der  Zuschläge  führt
er  weiter  an  namentlich  die  Bestimmtheit,  die  Leichtigkeit  und  die
geringen  Kosten  der  Erhebung.  Auch  Willkür  und  Ungerechtigkeit
der  Besteuerung  seien  ausgeschlossen.  Indem  er  so  die  Zuschläge
zum  Rückgrat  der  Kommunalbesteuerung  gemacht  wissen  will,  fordert
er  als  Ziel  der  Steuerreform  „ein  einfaches  System,  auf  gebaut  auf
zwei  großen  Hauptsteuern,  auf  der  Grund-  und  auf  der  Verbrauchssteuer, ­
  und  auf  drei  anderen  Steuerarten“,  einer  der  staatlichen
imposta  di  ricchezza  mobile  entsprechenden  Einkommensteuer,  einer
Verkehrssteuer,  und  einer  Abgabe  als  Entgelt  für  spezielle  Dienstleistungen ­
  *).  —  Auch  Soro-Delitala  erklärt  sich  für  das  System
*)  Magliani,  La  quistione  etc.,  in  der  Nuova  Antologia,  1878,  S.  291  ff.
Es  heißt  hier  (S.  315):  „I  centesimi  addizionali  all’  imposta  dei  terreni  e  dei
fabbricati  costituir  dovrebbero  il  precipuo  ed  essenziale  fondamento  dei  sistema  tributario
  dei  comuni,  non  solo  per  varie  ragioni,  che  e  molto  agevole  di  riconosoere,
ma  ancora  per  la  minore  influenza  che  ne  deriva  sulle  condizioni  della  produzione
e  sul  prezzo  dei  consumi  necessari  alla  vita.  —  Le  ragioni  piü  agevoli  ad  intendere
sono  la  certezza,  la  facilitä,  e  la  minima  spesa  di  riscossione,  e  l’impossibilita  di
arbitri  e  di  ingiustizie.  Jo  insisto  sopra  qnesto  che  mi  pare  principalissimo  e  piü
sostanziale  vantaggio.  L’imposta  fondiaria  non  ha  e  non  puö  avere,  a  differenza
di  tntte  le  altre,  che  leggierissima  infiuenza  sulla  produzione  e  sui  prezzi.  Se
l’imposta  e  di  vecchia  data,  e  scontata  nel  prezzo  dei  fondo,  non  ricade  sul  proprietario,
  non  ne  diminuisce  la  rendita,  non  il  profltto  dei  Capitale  impiegato,  non
i  mezzi  di  accrescere  e  migliorare  la  produzione,  Un  aumento  dell’  imposta  fondiaria ­
  produce  diminnzione  della  rendita  netta  della  terra,  non  dei  reddito  netto
della  produzione.  L’influenza  sarebbe  esiziale  solo  in  un  caso  estremo:  quando
A.  Hoffmann,  Kommunalbesteuerung  in  Italien.  3
            
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