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haben die außergewöhnliche» Zeitnngsbeilagen insofern, als
sie vom ersten Leser einer Zeitung oft herausgenommen
werden, weiteren Lesern also gar nicht mehr zu Gesicht kommen
und zum großen Teil ein „frühes Ende im Papierkorb M1 )
finden. Im ganzen spielen die Anzeigen in Gestalt außer
gewöhnlicher Zeitnngsbeilagen keine wichtigere volkswirtschaft
liche Nolle als die auf gewöhnlichem Wege erfolgenden Anzeigen.
ß) Mittlere und Kleine Presse. Die reichliche Hälfte
der Zeitungen besteht aus mittleren und kleinen Blättern, die
meist 1—H mal, zum Teil auch häufiger wöchentlich erscheinend)
Ihre Auflagen sind gering, da ihre Verbreitung sich vorzugsweise
auf ihr Erscheinungsgebiet, auf die mittleren und kleinen
Orte beschränkt, in denen es für Tagesblätter an einer ge
sicherten Existenz mangelt. Für Redaktion usw. können von
den mittleren und kleinen Zeitungen keine großen Auf
wendungen gemacht werden. Eigenes bringen sie, wenn die
Anfangs ist von der Möglichkeit, den Postdebits-Zeitungen außer
gewöhnliche Zeitnngsbeilagen beizufügen, verhältnismäßig wenig Gebrauch
gemacht worden (Vgl. Archiv 1878 S. 266 f.). Bis zum Jahre 1905
geschah es dann durchschnittlich in steigendem Maße, sowohl absolut als
auch im Verhältnis zur Zahl der Zeitungsnummern. Infolge der Ver
doppelung der Beilagegebühr Mitte 1906 trat zunächst ein Rückgang
ein, seitdem macht sich aber wieder ein Steigen bemerkbar, wie sich aus
der folgenden Zusammenstellung ergibt:
Die deutsche Post beförderte (Poststatistik 1890 S. 56 usw.):
im Jahr
Zeitungs-
uummern
(Tausends
Außergew.
Beilagen
(Tausend)
Auf 100 Nummern
entfielen Beilagen
1890
1895
1900
1905
1906
1907
1910
818 392
I 109 202
1 431 706
I 715 766
1 807 108
1893 651
2 185 828
47 576
90 236
171 164
296 205
278 604
209 276
250 045
5,8
8,1
12,-
17.3
15.4
11,1
11.4
Der finanzielle Erfolg, den die Erhöhung der Beilagegebühr haben
sollte, eine Mehreinnahme von jährlich 1/2 Mill. M. (Finanz-Archiv
Bd. XXIII 1906 S. 703), ist eingetreten. Bei Anwendung der Mindest
sätze von 1/4 oder Va Pf. für jede Beilage ergeben sich für 1905
740513 M., für 1910 1250225 M., d. s. 509712 M. mehr.
') Stenogr. Ber. 1905/06 Bd. IV S. 3269 (Unterstaatssekr.
Sydow).
2) Vgl. die Statistiken bei Bücher, Ztg. S. 543, Diez S. 61 und
Koschade S. 161.