Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

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Der  Kontenabschluß.

oder  abgeschlossen  werden  kann,  hat  bedingten  Wert.  In
Normalfällen  wird  das  Kassen-Konto  durch  Bilanz-Konto  zum
Abschluß  gebracht;  man  kann  die  etwaige  Minderung  des  Bestandes ­
  durch  Verzählen  u.  ä.  auf  einem  Sonder-Konto  (z.  B.
Manko-Konto)  verrechnen,  aber  auch  durch  Gewinn-  und  Verlust-Konto
  abbuchen.  Die  Konten  der  Gewinne  und  Verluste,  der
Erträgnisse  und  Lasten  werden  gewöhnlich  durch  das  Sammel-Konto:
  Gewinn-  und  Verlust-Konto  allein  abgeschlossen;  doch
können  sich  einige  unter  ihnen  (z.  B.  Versicherungs-,  Zinsen-Konto
  u.  a.)  überdies  mit  Bilanz-Konto  verrechnen  (z.  B.  transitorische ­
  und  antizipierende  Posten).
Die  Konten  des  Hauptbuches  werden  regelmäßig  einmal
auch  formell  zum  Abschluß  gebracht:  beim  jährlichen  allgemeinen ­
  Bücherabschluß,  der  durch  eine  rechnungsmäßige  Zäsur
in  die  ununterbrochene  Reihe  wirtschaftlicher  Handlungen  Übersicht ­
  und  Ordnung  bringen  und  zahlenmäßig  den  Erfolg  des
Wirtschaftsjahres  darstellen  soll.
Andere  Konten  (und  Kontobücher)  werden  in  kürzeren
Zeiträumen  (z.  B.  halbjährlich  die  Konto-Korrent-Konten,  monatlich ­
  oder  täglich  das  Kassenbuch)  abgeschlossen.
Schon  früher  —  S.  75  f.  —  wurde  ausgeführt,  daß  bei  den
Umsatzerfolge  verrechnenden  Konten  die  Erfolgsermittelung  in
die  Zeit  des  allgemeinen  Abschlusses  verschoben  wird;  dabei
entsteht  die  Frage,  wie  der  Erfolg  „berechnet“  werden  kann  ?
(Nebenbei  bemerkt,  eine  rechnerische,  kalkulatorische,  keine
buchhalterische  Frage.)  Z.  B.  Ein  solches  Konto  (Waren-,
Effekten-,  Devisen-Konto  u.  a.)  hat  die  folgenden  Posten  aufzuweisen ­
  :

Eingang  Ausgang

Anfänglicher  Bestand

...  50

Erlös  der  Abgänge

430

Eingangswert  der  Zugänge.

...  350

E  =  E„  t  Ei

=  400

+  E h

=  45

E v

=  355

Mehrwert  des  Erlöses  75  =  Gewinn.
Der  Erfolg  berechnet  sich  aus  dem  Wertunterschied  zwischen
Eingangs-  und  Ausgangswert  (d.  h.  in  der  Regel  Einkaufs-  und
            
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