Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Gewinn-  und  Verlust-Konto.

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ß)  Auf  den  Konten  der  Umsatzerfolge  gleichen  sich  innerhalb ­
  des  Kontos  Verluste  und  Gewinne  aus:
Effekten-Konto

Einkauf  200/Mille  zu  125%  250  000

G -  u.  V.-Kto.

3  000

Verkäufe:  100/m  zu  120%==  120  000
(Verlust  5000)
80/m  zu  135%  =  108  000
(Gewinn  8000)
Bestand  20/m  zu  125  =  25  000

253  000
Schon  hier  möge  erwähnt  werden,  daß  man  Gewinne  und
Verluste,  die  von  Rechts  wegen  in  die  Gewinn-  und  Verlustrechnung ­
  gehören,  verschwinden  lassen  kann,  sei  es,  daß  man
Gewinne  gegen  Verluste  aufrechnet  (durch  unmittelbare  Umbuchung ­
  mit  Umgehung  des  Gewinn-  und  Verlust-Kontos),  daß
man  Gewinne  (z.  B.  Zinsen,  Provisionen)  aus  anderen  Quellen  alimentiert, ­
  (z.  B.  Spekulationsgewinnen),  sei  es,  daß  man  Gewinne
oder  Verluste  versteckt  und  unverrechnet  läßt  (durch  transitorische
Buchungen).  Ausführlicheres  im  II.  Band,  Stille  Reserven.
2.  Die  Gewinn-  und  Verlustrechnung  ist  keine  selbständige
Un d  unabhängige  Erfolgsberechnung:  ihre  Ergebnisse  sind  teilweise ­
  abhängig  von  jenen  der  Inventarbilanz  (Vermögensbilanz).
Bies  trifft  ausnahmslos  auf  die  Umsatzerfolge  verrechnenden
Konten  zu,  also  auf  jene  Konten,  bei  denen  die  rechnungsmäßige
Scheidung  zwischen  Bestandwert  und  Erfolg  auf  das  Ende  des
Rechnungsjahres  verschoben  wird  (S.  76).  In  dem  Beispiel  ß)
ist  der  Erfolgsnachweis  vollständig  in  das  Belieben  des  Unternehmers ­
  und  seiner  Organe  gestellt 1 ).  Die  Rechnung  kann  den
ganzen  Saldogewinn,  einen  größeren  oder  geringeren,  aufzeigen.
Bi®  Bewertung  des  Vorrates  mit  30  000  setzt  den  rechnungsmäßigen ­
  Gewinn  automatisch  auf  8000  hinauf.  Der  Unternehmer ­
  will  den  Effektengewinn  verschleiern,  teilweise  verdecken ­
  und  stellt  als  Bestandswert  nur  23  000  ein:  der  Gewinn
geht  automatisch  auf  1000  herunter.  Das  Konto  stimmt  in  allen
Bällen,  ohne  daß  die  Buchhaltung  imstande  wäre,  die  Beeinflussung ­
  des  Erfolges  durch  willkürliche  Bewertung  der  Be-*)
  Praktiker  teilen  die  Aktienunternehmungen  in  zwei  Gruppen:  die
eme  bestimmt  zuerst  die  Dividende  und  stellt  darnach  die  Bilanz  auf.  Die
ai >dere  macht  zuerst  Bilanz  und  bestimmt  nach  ihr  die  Dividende.
            
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