Wareukommissionshandel.
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Empfangen Detailgeschäft. Abgeliefert
t. Bilanz: Wert des Anfangsbestan
des an Bargeld, Waren, Forde
rungen.
2. Kasse, Waren 1 ): Dem Laden
geschäft übergebene Werte.
4. Unkosten: Anteil an den allge
meinen Kosten der Gesamtunter
nehmung.
6. Gewinn und Verlust oder: Ge
winn- und Verlust-Konto der Fi
liale: Reingewinn.
II. Der Warenhandel für fremde Rechnung
(Kommissionshandel) 3 ).
Kommissionär ist, wer es gewerbsmäßig übernimmt, Waren
für Rechnung eines anderen (des Kommittenten) in eigenem
Namen zu kaufen oder zu verkaufen (| 383 HGB.). Typische
Konten sind: Kommissionswaren-Konto, das schon durch seine
Benennung die Eigentumsrechte zum Ausdruck bringt, und
Provisions-Konto (§ 396 HGB.).
A. Einkaufskommission.
1. Die Ausgaben, Bar- oder Kreditausgaben, für die auf
tragsweise Beschaffung der Waren können unmittelbar dem
Personen-Konto des Auftraggebers oder zunächst einem (Ein-
*) Die Waren können dem Detailgeschäft zum Selbstkostenpreis, zum
Verkaufspreis des Großgeschäftes oder zum Verkaufspreis des Detail
geschäftes angerechnel werden; im letzten Falle trägt das Hauptgeschäft
alle Unkosten (Barzahlung oder Gutschrift auf Filial-Konto, sofern die Un
kosten durch die Filialen bezahlt wurden). Ein Ertrag erscheint auf dem
Filial-Konto nicht.
Häufig werden die Waren dem Detailgeschäft mit einem Gewinn
zuschlag auf den Selbstkostenpreis angerechnet, wodurch der Gewinn des
Großhandels und jener des Ladenkleinhandels besser verteilt wird.
2 ) Besser ist die Führung eines Kontor „Geschäftskosten Detail
geschäft“, dem auch der Kostenanteil (Soll 4.) zugeschrieben wird. Ein
facher ist es, solche Ausgaben, wenn unerheblich, überhaupt nicht gesondert
zu buchen und in der um diese Ausgaben verminderten Ablieferung an
Bargeld indirekt zu verrechnen.
3 ) Vgl. die Lehrbücher von Ziegler, Schiller usw. Auch Adler, Buch
haltungsübungen (Le pzig 1908). S. 51—61. Z f. B. 1896, 1899 und 1900
sehr ausführlich.
3. Wechsel, Kasse: Vom Ladenge
schäft abgelieferte Gelder, Wech
sel u. a.
4 a. Unkosten: Vom Detailgeschäft
bezahlte eigene Betriebskosten
(monatl. Sammelbuchung) 2 ).
5. Schlußbilanz: Vorräte an Waren,
Geld, Forderungen nach der Son-
der-Inventur des Ladengeschäfts.