Full text : Die doppelte kaufmännische Buchhaltung

Die  Erfolgsbuchföhrnng.

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Man  kann  auch  zwei  Rechnungen  errichten,  ein  Konto  der
Verluste,  ein  Konto  der  Gewinne  und  die  Summe  des  kleineren
Kontos  auf  das  andere  Konto  übertragen.

Konto  der  Gewinne.

2 )  Übertrag  vom  Konto  der
Verluste  1421
3 )  Übertrag  auf  Kapital-Konto  7029

1)  wie  oben

j  8000
l  450

8450

8450

Die  kontenförmige  Verrechnung  der  Kapitalveränderungen  'y
*u  der  angegebenen  Weise  genügt  den  heutigen  wirtschaftlichen
Verhältnissen  nicht.  Die  Analyse  des  Erfolges  erfordert  eine  Zusammenfassung ­
  gleichartiger  Gewinne  und  Verluste,  eine  hontenförmige
  Klassifikation  der  Wertzunahmen  und  -ahnahmen  des
Kapitals  nach  den  Quellen.  Gewinne  und  Verluste,  Kapitalzunahmen ­
  und  -abnahmen,  die  der  gleichen  oder  doch  wesensverwandten ­
  Ursache  entspringen,  werden  einheitlich  verrechnet
und  zusammengestellt:  Die  doppelte  B.  errichtet  für  einzelne
Gewinn-  und  Verlustquellen  besondere  Konten;  z.  B.  ein  Zinsenkonto ­
  für  Zinsen,  Diskontgewinne  und  -Verluste,  ein  Provisionskonto ­
  für  Einnahmen  und  Ausgaben  an  Vermittlungsgebühren
aller  Art,  für  Handlungs-  und  Betriebsunkosten  gleichnamige
Konten;  Warenumsatzgewinne  werden  auf  dem  Warenkonto,
Effektenumsatzerfolge  auf  Effekten-Konto  verrechnet  usf.
K  Uwsategewinne  und  f/nwafzverluste  (S.  75)  werden  gewöhnlich ­
  mit  dem  Bestands-Konto  verrechnet,  welches  über  das
betreffende  Vermögensobjekt  Rechnung  führt  (Waren-,
Effekten-,  Wechsel-,  Devisen-,  Verkaufs-Konto  und  ähnliche),
ebenso  Kapitalverluste  (z.  B.  Kursverluste  an  Effektenbeständen,
  Abschreibungen  auf  Anlagen,  Forderungen)  und
Kapitalgewinne  (beispielsweise  Wertsteigerung  der  Grundstücke). ­


<he  Benennung  Verlust-  und  Gewinn-Konto,  weil  sie  mit  der  Funktion  des
Kontos  (Verluste  links)  einigermaßen  übereinstimmt.  Die  in  der  Praxis
übliche  Benennung  hat  den  Vorzug,  historisch  zu  sein.  Von  Nutzen  und
Schaden  (pro  e  danno)  sprechen  Pacioli  und  die  deutschen  Schriftsteller.
Gamersfelder  (1570)  ist  nach  Balg  (Z.  t.  B.  1900,  S.  160)  der  erste  deutsche
Kachschriftsteller,  der  „Gewinn-  und  Verlust“-Rechnung  anwendet.
            
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