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zu klein und zu eng. Noch mehr werden sich meine Neisegenofsen
amüsiert haben über die Naivität, womit ich die Natureindrücke
auf mich wirken liest. Jeder Berg erschien mir als etwas Be
sonderes und grostes, ich wollte womöglich auch die einzelnen
Namen genau wissen; dabei hatte ich keine Ahnung von der Höhe
der Berge, kurz ich empfing die buntesien Lindrücke. Line neue
Welt empfing mich. Bon Lmden aus fuhren wir über Osnabrück
und Winden nach Hannover, blieben einen Tag dort und kamen
dann nach göttingen. Nach göttingen zog mich Mannigfaches.
Ls fehlte nicht an persönlichen Beziehungen; für uns Osifriefen war
damals göttingen die nüchsie Universität. Dabei erfreute sich z,ene
Universität eines grostes Nuhmes und einer ausgezeichneten Lehrer
schaft. In allen Fakultäten wirkten Morscher und gelehrte ersien
Kanges. Die Universität war damals von etwa 700 Htudenten
besucht, was für fene Zeit eine siattliche Zahl bedeutete. Dem
dortigen Leben war eigentümlich die Berbindung einer gewissen
Vornehmheit und einer grasten gediegenheit des wissenschaftlichen
öchaffens. Wichtig war in dieser Hinsicht auch die ausgezeichnete
Bibliothek. Die Universität hatte durchaus keinen provinziellen
Lharakter, sie wurde nicht nur aus den benachbarten gegenden,
sondern von ganz Deutschland, auch vielfach von Ausländern be
sucht; z. B. von Lngländern, Zchotten, Llmerikanern und Ungarn.
Neben göttingen wäre für uns etwa Jena in Betracht, gekommen,
wo damals Kuno bischer eine glänzende Lehrtätigkeit entfaltete.
Liber die gründe für göttingen mustten überwiegen, Kuno Tischer
hätte tatsächlichfür meine Bestrebungen wenig geboten.