Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

ziehen,  oder  in  Form  von  A  u  s  z  a  h  l  u  n  g  e  n,  die  sie  durch  eine  ihrer  ausländischen ­
  Bankverbindungen  bewirken  lassen.
Einen  Scheck  auf  eine.  ausländische  Bank  darf  die  heimische  Bank  natürlich ­
  nur  ausschreiben,  wenn  sie  ein  entsprechendes  Guthaben  besitzt  oder  ihr
Kredit  eingeräumt  ist;  andernfalls  muß  sie  selbst  Auszahlung  kaufen  und
damit  ihr  Konto  auffüllen  *).

Der  Übung  im  Lesen  von  Devisenkursen  dienen  folgende  Beispiele:
1.  Berliner  Notiz.  „NewJork  2,486  Geld,  2,490  Brief."  Sie  besagt:  Für
1  I,  telegraphisch  in  New  Jork  angewiesen  (also  sofort  in  New  Jork  verfügbar), ­
  werden  2,486  RM  gezahlt  und  2,49  RM  gefordert.  An  der  Berliner
Börse  wird  zum  Mittelkurs  zwischen  Geld-  und  Briefkurs  gehandelt.
2.  Londoner  Notiz  T.T.

Paris
Berlin
Bombay
Shanghai

Art  der  Notiz

Parität

Surfe  31.  5.  37

Fr.  to  £

124.21

110,63

RM  to  £

20.43

12,295

sh  to  Rupie

1/6

1/6  l/ 8

sh  to  Dollar

1/2  15/82

Diese  Notizen  besagen:  Für  1  £  erhält  man  110,63  französische  Franken,
12,295  NM  usw.  Es  besteht  also  indirekte  Notierung,  d.  h.  das  Fallen  des
Wertes  der  fremden  Valuta  kommt  im  Steigen,  das  Steigen  des  Wertes  der
fremden  Valuta  im  Fallen  des  Wechselkurses  zum  Ausdruck  (Mengennotiz).
1  Rupie  T.  T.  Bombay  kostet  1  sh  6Vg  d,  1  Dollar  T.  T.  Shanghai  1  sh
2 15 /s2  d;  hier  also  direkte  Notierung  (Preisnotiz).
Der  Devisenhandel  vollzieht  sich  in  London  von  Büro  zu  Büro  oder
durch  Vermittlung  von  Maklern.  Amtliche  Notierungen  finden  nicht  statt.
3.  New-Iorker  Notiz  vom  18.  Juni  1937.

London
Gable  Transfer  493 15 /ie
60  days  493Vi»
Berlin  40,09
Paris  4,45V:

Die  Notiz  in  New  Jork  für  London  versteht  sich  in  Dollar  für  100  £.  Es
kosten  100  £  Kabelzahlung  493 15 /i6  $.  Der  Preis  für  OOtägigen  Handelswechsel ­
  ist  493Vio  $.  Für  Deutschland  und  Frankreich  verstehen  sich  die
Notizen  in  $  für  100  Reichsmark  bzw.  100  Franken.  In  New  Jork  ist  also,
wie  in  Deutschland,  die  direkte  Methode  üblich,  d.  h.  es  lvird  für  die
ausländische  Währungseinheit  der  Preis  in  Dollar  angegeben.

t)  Um  jeden  Irrtum  auszuschließen,  sä  wiederholt  bemerkt,  daß  es  sich  hier  um
Darstellung  des  Devisengeschäfts  vor  der  Devisenbewirtschaftung  handelt.  17
17  Gebabö  30.  A.

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