Full text : Geld-, Bank- und Börsenwesen

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4.  Wechselkurse  in  Südamerika  und  Mexiko  vom  6.  Juli  1937.
Telegramme  der  Deutsch-Südamerikanischen  Bank  Berlin  (Lanka  6errnauieo  de
la  .America  del  Sud).
Buenos  Aires:  Kabel  London  (Freiverkehrskurs)  1  £  =  16,40  Papierpesos,
Kabel  Berlin  (Jmportkurs)  1  RM  —  1,296  Papierpesos,
Kabel  Berlin  (Jreiverkehrskurs)l  RM  —  1,33  Papierpesos.
Rio  deJaneiro:  Sicht  Berlin  1  NM  —  Rs  3  H  440  (amtlicher  Kurs),  Sicht
London  1  £  —  SRg  74  $  700  (Freiverkehr).
Mexiko:  Kabelauszahlung  New  Jork  mexikanische  Pesos  3,60  —  1  amerikanischer ­
  Dollar.
Valparaiso:  Kabelauszahlung  Paris  100  sranzösische  Francs  —  —.-  Pesos.
Auszahlung  auf  Shanghai:
Verkaufskurs  der  Deutsch-Asiatischen  Bank  für  briefliche  Auszahlung ­
  auf  Shanghai  1  Jüan  —  0,75%  RM.
Mit  der  Kursfestsetzungder  Devisen  im  Devisenzimmer  der  Börse
wird  um  12  Uhr  begonnen.  Anwesend  sind  hierbei  die  Devisenhändler,  die
Devisenmakler,  Vertreter  der  Reichsbank  und  ein  Mitglied  des  Börsenvorstandes. ­
  Durch  Zurverfügungstellung  oder  Aufnahme  von  Material  übt  die
Reichsbank  entscheidenden  Einfluß  auf  die  Höhe  der  Devisenkurse  aus.
Usancehandel.  Hat  eine  Bank  von  einer  Devise  einen  Betrag  übrig,  den
sie  nicht  in  ihren  Bestand  nehmen  will,  und  benötigt  sie  andererseits  den
ungefähren  Gegenwert  einer  anderen  Devise,  so  braucht  sie  nicht  den  Umweg ­
  über  die  Reichsmark  zu  wählen,  sondern  sie  kann  im  Usancehandel,
der  sich  im  freien  (nicht  amtlichen)  Verkehr  abspielt,  die  eine  Devise  in
die  andere  umtauschen.  Ebenso  beauftragt  der  Kunde,  der  in  nächster  Zeit
z.  B.  größere  ^-Beträge  zu  zahlen  hat  und  einen  großen  Betrag  auf
8-Konto  gut  hat,  5000  I  zu  Lasten  seines  ^-Kontos  auf  sein  ^-Konto  „umzulegen". ­
  Usancehandel  heißt  dieser  Tauschhandel,  weil  die  Kurse  den
Usancen  (Notierungsgebräuchen)  der  fremden  Börsenplätze  entsprechen.  Es
handelt  sich  hierbei  also  um  eine  Devisenarbitrage  zur  Ausnutzung  von
Kursdifferenzen  an  verschiedenen  Börsenplätzen  in  fremden  Valuten.
Berliner  Usancen  vom  7.  Juli  1930,  1  Uhr:  London-Paris  123,71,
London-Kabel  New  Jork  486,50—53,  London-Schweiz  25,06%,  London-Amsterdam ­
  12,09%—%,  London-Kopenhagen  18,16,  London-Mailand  92,87,  London-Oslo
  18,15%,  London-Brüssel  34,81'/-,  London-Spanien  41%,  London-Stock-Holm
  18,10,  Kabel  New  Jork-Zloty  892,  Tokio-Kabel  New  York  49,45,  London-Buenos
  40%—%,  London-Rio  540—50,  Kabel  New  Jork-Berlin  419,28—33,
Kabel  New  Jork-Schweiz  515,10,  Kabel  New  Jork-Amsterdam  248,60,  Bukarest-Schweiz
  360,50,  London-Berlin  20,40.
            
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