Full text : Kapitalismus und Sozialismus

Gegenwärtige  Ausbreitung  der  Konsumgenossenschaft

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bei  2,1  und  auch  nach  der  von  1907  erst  3,7  vom  Tausend  aus  die
ein  '"Genossenschaftsbetrieben  Beschäftigten.  Selbst  wenn  man  nun  an-:in-
  nimmt,  daß  diese  Zahlen  nicht  ganz  vollständig  sind,  und  wenn  man
g e .  sie  deshalb  verdoppelt,  so  kommt  man  doch  zu  dem  Ergebnis,  daß  auch
ren  in  einem  Lande  wie  Deutschland,  wo  der  Aufschwung  des  Konsumier ­
  "ereinswesens  mit  am  stärksten  war,  in  den  Konsumvereinsbetrieben
  noch  nicht  einmal  1  °/o  der  gewerblich  tätigen  Bevölkerung  Be-)ro-
  schäftigung  findet.  Und  auch  in  Großbritannien,  das  an  der  Spitze
and  ^er  Konsumvereinsbewegung  marschiert,  liegen  die  Dinge  nicht  weihn- ­
  ^"ilich  anders.  In  den  Produktionsbetrieben  der  britischen  Konsum-0
 ||t  vereine  waren  1910  einige  40000  Arbeiter  beschäftigt  und  in  ihren
Warenhandelsabteilungen  etwas  über  60  000.  lvas  wollen  aber  diese
er-  ^"hlen  besagen  gegenüber  dem  Rlillionenheer  der  britischen  Induro
 i e  striearbeiterschaft?
ijti=  2st  die  Eigenproduktion  der  Konsumvereine  aber  nicht  nach  vereis- ­
  ^iedencn  Richtungen  hin  noch  sehr  entwicklungsfähig?  Das  kann
lege  1,10,1  ohne  weiteres  zugeben.  Allein  hierauf  die  Erwartung  zu  grünsilfe
  daß  durch  die  immer  weitere  Ausdehnung  der  Eigenproduktion
der  Konsumvereine  je  der  ganze  Eharakter  unseres  Wirtschaftslebens
ein-  !  UTn 9 e ftaItet  und  die  jetzige  Vorherrschaft  der  Erwerbswirtschaft  gerige
  ^'ochen  werden  könnte,  das  kann  doch  nur  der  tun,  der  in  seiner
)irk-  Vorliebe  für  die  angeblich  sittlich  höherstehende  konsumgenossenschaftstab ­
  Produktionsweise  das  rechte  Augenmaß  für  die  Tatsachen  verarg- ­
  ^en  hat  und  die  Umstände  nicht  zu  erkennen  vermag,  auf  denen
vill,  k'e  Vorherrschaft  der  Erwerbswirtschaft  ruht.  Die  überwältigende
eine  Stellung,  welche  die  erwerbswirtschaftliche  Produktionsweise  im  Laufe
mch-  Jahrhunderte  in  allen  Ländern  erlangt  hat,  ist  nichts  Zufälliges,
ndes  ^ ot  vielmehr  ihre  guten  Gründe.  In  einigen  Ländern,  darunter
chen.  Deutschland,  hat  zwar  der  Gesetzgeber  die  Torheit  begangen,
;aft-  ^ er  Ausbreitung  der  Konsumvereinsbewegung  eine  Zeitlang  künst->ent-
  Hindernisse  in  den  weg  zu  legen,  im  allgemeinen  kann  man
igen  Q k er  nicht  sagen,  daß  die  erwerbswirtschaftliche  Produktionsweise
>895  yen  hervorragenden  Platz,  den  sie  im  heutigen  Wirtschaftsleben  ein-
            
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