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Aber zunächst müssen wir die Frage beantworten; was sind
die Produktivkräfte?
Im „Elend der Philosophie“ schrieb Marx:*) „Es heißt somit
der Geschichte ins Gesicht schlagen, wenn man mit der Arbeitsteilung
im allgemeinen beginnt, um in der Folge zu einem
speziellen Produktionsinstrument, den Maschinen, zu gelangen.
Die Maschinen sind ebensowenig eine ökonomische Kategorie wie
der Ochse, der den Pflug zieht, sie sind nur eine Produktivkraft
(Kursiv von uns, N. B.). Die moderne Fabrik, die auf der Anwendung
von Maschinen beruht, ist ein gesellschaftliches Produktionsverhältnis,
eine ökonomische Kategorie.“ (Kursiv von uns.
N. B.)
Unter Produktivkräften versteht hier Marx offensichtlich
die sachlichen und persönlichen Elemente der Produktion, und
dementsprechend ist die Kategorie der Produktivkräfte keine
ökonomische, sondern eine technische Kategorie, Andererseits
finden wir bei ihm auch eine andere Definition der Produktivkräfte.
In Band I und III des „Kapital“ gebraucht Marx
sehr oft den Ausdruck „Produktivkräfte" ganz in dem Sinne
wie die „Produktivität der gesellschaftlichen Arbeit,“**) Aber
*) Das „Elend der Philosophie", Stuttgart 1920, S. 117.
**) Vergl. z, B. „Das Kapital“ Band I, Volksausgabe, S. 451, 541 bis
543 ff., ebenso Band III, Teil 1, wo eine Analyse der durchschnittlichen
Profitrate gegeben wird. Beispiel; „Mit der Produktivkraft der Arbeit
wächst die Produktenmasse, worin sich ein bestimmter Wert, also auch
Mehrwert von gegebener Größe darstellt Je mehr die Produktivkraft der
Arbeit zunimmt, umso mehr Mittel des Genießens und Akkumulierens umfaßt
der Mehrwert," (S. 539—540.) Oder noch deutlicher: „Jener Teil des
konstanten Kapitals, den A, Smith den fixen nennt, die Arbeitsmittel, die
Baulichkeiten, Maschinen und dergleichen, funktioniert immer vollständig
im Produktionsprozeß, verschleißt aber nur allmählich und überträgt nur
nach und nach seinen Wert auf die Waren, die er nach und nach hersteilen
hilft. Er bildet einen wahrhaften Gradmesser des Fortschritts der Produktivkräfte.”
(S. 543. Kursiv von uns. N, B.) Ebenso in den „Theorien
über den Mehrwert“ Band III, S. 598: „Produktivkraft oder Kraft der Arbeit".
Dagegen: „Produktivkraft" („Produktionsmittel“) in der Einleitung
zu einer Kritik der pol. Oek.“ S. XLVII.