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änderten Formen — auch auf die Werktätigen selbst, auch auf
die regierende Klasse selbst. Diese Seite der Frage müssen wir
genauer untersuchen.
In der Uebergangszeit kann man die Analyse nicht durch
die Voraussetzung einer vollkommenen Einheitlichkeit der Klasse
einschränken. Bei der Erforschung der abstrakten Gesetze des
kapitalistischen Mechanismus brauchte man nicht bei den
Molekularbewegungen innerhalb der Klassen und der Differenziertheit
dieser „realen Gesamtheiten" zu verweilen. Dort
wurden sie angenommen als eine Größe, die mehr oder
weniger einheitlich ist. Eine Uebertragung dieser Anschauung
— die im Rahmen der abstrakt-theoretischen Analyse des
„reinen Kapitalismus“ vollkommen richtig ist — auf die Analyse
der Uebergangszeit mit ihren äußerst fließenden Formen, mit
ihrer sozusagen prinzipiellen Dynamik, würde den gröbsten
methodologischen Fehler bedeuten. Nicht nur die Mechanik
zwischen den Klassen, sondern auch die Mechanik innerhalb der
Klassen muß berücksichtigt werden. Sowohl das Wechselverhältnis
der gesellschaftlichen Kräfte wie die Verhältnisse innerhalb
der Klassen sind äußerst bewegliche Größen, deren Beweglichkeit
in den „kritischen Epochen" besonders groß wird.*)
Indem der Mensch auf die Natur einwirkt, ändert er seine
eigene Natur, sprach Marx, Aber dasselbe geschieht auch im
Verlauf des gesellschaftlichen Kampfes. Darin besteht eben
auch der Prozeß der revolutionären Erziehung des Proletariats.
Betrachtet man diesen Prozeß vom Standpunkt der Schichtungen
innerhalb der Klassen, so kann man ihn bezeichnen als Prozeß
*) Deshalb ist die Auffassung Kautskys und der Seinigen unsinnig,
wenn sie sich die Revolution vorstellen wie das parlamentarische Abstimmen,
wo eine arithmetische Größe (die Hälfte der Bevölkerung -j- 1)
auschlaggebend ist. Vergl. Lenin; „Die Wahlen in die Konstituierende
Versammlung und die Diktatur des Proletariats“. (Deutsch herausgegben
vom Westeuropäischen Sekretariat der K. I. 1920.)