Full text : Die Eingliederung der vertriebenen Elsass-Lothringer in das deutsche Wirtschaftsleben im Augenblick seines Tiefstandes

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II.  HAUPTTEIL.

von  Einwanderern  in  sich  aufnehmen,  die  ihm  bei  ihrer
inneren  und  äußeren  Verfassung  und  bei  seiner  wirtschaftlichen ­
  Lage  nur  zum  geringsten  Teil  eine  Kraftzufuhr,  vielmehr ­
  in  der  Hauptsache  eine  schwere  Belastung  bedeuten.
Das  deutsche  Volk  sieht  sich  durch  diese  Einwanderung
vor  schwere  Aufgaben  gestellt.  Diese  Aufgaben  zu  lösen,
ist  seine  Pflicht.
Wir  mußten  uns  zunächst  vergegenwärtigen,  in  welch
trostlosem  Zustande  sich  unsere  deutsche  Wirtschaft  befindet, ­
  und  unter  welchen  ungünstigen  Bedingungen  sowohl ­
  hinsichtlich  des  Aufnahmelandes  als  auch  der  Einwandernden ­
  sich  diese  Einwanderung  der  vertriebenen
Elsaß-Lothringer  vollzieht.  Wir  mußten  uns  weiter  vor
allem  überlegen,  in  'welcher  Richtung  die  Entwicklung
unserer  Volkswirtschaft  verlaufen  muß,  wenn  eine  Besserung ­
  unserer  wirtschaftlichen  Lage  eintreten  soll,  und  ob
die  Einwanderung  der  Elsaß-Lothringer  mit  Rücksicht  auf
diese  nötige  Entwicklung  trotz  aller  Hindernisse  eine  Stärkung ­
  für  unser  Zukunft  bedeutet.  So  haben  wir  die  äußerst
schwierigen  Verhältnisse  kennen  gelernt,  unter  denen  die
Eingliederung  der  vertriebenen  Elsaß-Lothringer  in  die
deutsche  Volkswirtschaft  vollzogen  werden  muß.  Der  größte
Teil  der  Flüchtlinge  gehört  den  Berufen  an,  die  eine  Verminderung ­
  erfahren  müssen.  Zielbewußtes  Vorgehen  bei
der  Durchführung  der  Eingliederung  der  Vertriebenen  in
unseren  Wirtschaftskörper  wird  keine  Möglichkeit  ungenützt ­
  lassen  dürfen,  die  Arbeitskräfte  in  die  künftighin
volkswirtschaftlich  produktiven  Bahnen  überzuleiten.
Mit  der  Besprechung  aller  Schwierigkeiten  sollte  nicht
eine  Abschwächung  der  Pflicht  erreicht  werden,  die  das
deutsche  Volk  den  vertriebenen  Elsaß-Lothringern  gegem
über  zu  erfüllen  hat.  Es  sollte  nur  auf  die  Schranken  hingewiesen ­
  werden,  die  dieser  Pflichterfüllung  durch  unsere
Verarmung  gesetzt  sind.  So  wichtig  alle  wirtschaftlichen
Maßnahmen  sind,  noch  wichtiger  ist  für  unser  Volk  jegliche ­
  Kräftigung  nationaler  Gesinnung  und  des  Gemeinschaftsgefühls. ­
  Beim  Aufbau  der  Existenz,  die  der  einzelne ­
  um  seines  Deutschtums  willen  verloren  hat,  darf
die  Gemeinschaft  ihre  Hilfe  nicht  versagen.  Sie  muß  dabei
            
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