Untersuchung der Mineralböden.
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nu dem Ergebnis gelangt, daß das Kondensationsvermögen der Ackererden für
Wassergas fast gleich null ist.
12. Bestimmung der Absorptionsfähigkeit des Bodens für Sauerstoff der
atmosphärischen Luft. Nach W. Wolf 1 ) verschließt man o0 g , . '
trocknen Bodens in Gläser von genau bekanntem Luftinhalt (etwa 500 ccm) luttdicüt
unter Hinzufügung von so viel ccm destilliertem Wasser, daß der zu untersuchende
Boden einen Feuchtigkeitsgehalt von 20 °/ 0 besitzt. Nach etwa 8—14 lagen wird
die Luft auf Sauerstoff, Stickstoff und Kohlensäure untersucht und man er “ /
wieviel Sauerstoff verschwunden und wieviel Kohlensäure gebildet ist; der hticKston
der Luft verändert sein Volumen fast gar nicht.
Handelt es sich bloß um Bestimmung des Absorptions-Koeffizienten des Bodens
für Sauerstoffgas, so durchfeuchtet man etwa 25 g Boden nach Fr. Schu ze
ziemlich konzentrierter Kalilauge in einem Gläschen, verbindet letzteres luftdicht
mit einem Azotometer, in welchem ein bestimmtes Volumen atmosphärischer Luft
mit Quecksilber abgesperrt ist, und schüttelt während des Versuches wiederholt um
Die Verminderung des im ganzen Apparat enthaltenen Luftvolumens (nach 1-4 Tagen)
ergibt die Menge des absorbierten Sauerstoffs. ... ,
Es sei hier auf eine Arbeit von G. Ammon*) „Untersuchungen über das
Kondensationsvermögen der Bodenkonstituenten für Gase- 1 verwiesen.
13. Bestimmung der Luftdurchlässigkeit des Bodens «) Für dmsen Zweck ^ei
luer der von G. Ammon*) benutzte Apparat empfohlen, der auch ohne Zeichnung
verständlich ist, nämlich: . , , •. ■ flhpr
In 2 Gasometern wird Luft komprimiert, für gewöhnlich dur< * ‘^ ge
stehende Wasser, wenn stärkerer Druck notwendig ist, durch eine Wassersäule
die sich in einer an das Einflußrohr angeschraubten Trichterrohre befindet
Köhren, durch welche die Luft aus dem Gasometer tritt, jede durch einen Hai
verschließbar, werden durch eine Glasröhre verkuppelt, welcher in er 1
winklig eine zur Ableitung der Luft bestimmte Glasröhre angesetzt is. i
Wendung zweier Gasometer macht es möglich, den Versuch in beliebiger Dauer
ununterbrochen fortzusetzen; während nämlich der eine in Tätigkeit ist, wird ü
Füllungswasser des anderen abgelassen. Die Ableitungsrohre stc i nu eii
uhr, die bis auf x / 100 1 genau die durchgehenden Luftvolumina ung 1 >
hindung; die Hähne am Zu- und Ableitungsrohre der Gasuhr gestatten &
'ung des Druckes in sehr vollkommener Weise, Aus der asu g
Luft in eine mit Chlorcalcium gefüllte Trockenröhre, von hier aus in ^
flasche, die unten mit konzentrierter Schwefelsäure, m i dieser in
durch Schwefelsäure getränkten Bimssteinstückchen gel i ^ >_ Wasser von
den Kühl- bezw. Wärmeapparat, in welchem die Luft durch em von Wasser von
gleichbleibender Temperatur umgebenes 8 in langes Sch angenro Diese
Aus letzterem wird die Luft in die eigentliche Versuchsrohre geleitet. Diese
besteht aus einer 1,25 m langen, 0,05 m im Durchmesser weiten, aufrecht 1 2 3 4
1 ) Landw. Jahrbücher, 1873,' 2, 407. 1S7q „ .
2 ) Wollny, Forschungen auf dem Gebiet der Agnku ur J > ’ ’
3 1 Es sei hier auf folgende Arbeite» verwiesen. 187q o 339
J. Renk, Wollny, Forschungen auf dem Gebiet der Agrikultur-Physik, 1879, 2,
G Ammon, ebenda 1880, 3, 218.
H. Fleck, „ 1880, 3, 245.
R- Heinrich, „ 1883, 4, 266 und 1886, 9, 271.
D- v. Welitschowskj 7 , ebenda 1888, 10, 202.
4 ) Ebenda 1880, 3, 218 und 1893, 16, 193.