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Die Grundlagen.
Es ist für die Gestaltung des Verkehrsbetriebs ein Unterschied, ob es sich beim
Verkehr um Personen, Güter oder Nachrichten oder um alles zusammen handelt,
ob die Verkehrsleistung für einen Ort, für die Ferne, auf der Straße, der Schiene,
auf dem Wasser oder in der Luft dargeboten wird. Immer ist die Aufgabe, die
dem einzelnen Betrieb in der Leistung gestellt wird, verschieden, sind verschiedene
Einrichtungen und Mittel erforderlich, tritt die technische, verwaltende oder kaufmännische
Seite mehr in den Vordergrund.
Der Bankbetrieb übernimmt die Regelung und Ausführung des Zahlungsverkehrs.
Die Kreditgewährung gegen Verpfändung von Grund und Boden ist etwas
anderes als eine solche lediglich auf Grund des Vertrauens zu einer Person; das
Effekten- und Gründungsgeschäft erfordert eine andere Einstellung als das Depositengeschäft.
Eine Sparkasse ist nicht gleichbedeutend mit einer Hypothekenbank,
wenn sie (im Aktivgeschäft) auch viele Ähnlichkeit mit ihr aufweist —■ und
so fort: bei näherem Zusehen löst sich „der“ Bankbetrieb wieder in sehr viele
Arten von Bankbetrieben auf, die sich durch die dargebotenen Leistungen und
die erforderlichen Einrichtungen wesentlich voneinander unterscheiden.
Die Betriebsleistung, durch die der Zweck des Wirtschaftsbetriebs verwirklicht
werden soll, wird ihrerseits wieder durch die Größe des Betriebes bestimmt:
persönliche Umstände, verfügbares Kapital, Wettbewerb und Stand der Technik
wirken auf die Größe ein. Es gibt Arten von Leistungen, die nur auf dem Wege
des Kleinbetriebs oder des Großbetriebs entstehen können, andere wieder, die ein
Nebeneinander von Klein- oder Großbetrieben ermöglichen. Von besonderer Bedeutung
für den Aufbau und die Gestaltung des Betriebes ist ferner die Überlegung,
ob er sich mit der Herstellung eines einzigen Gutes (oder einer Gäterart) oder mit
zahlreichen Gütern beschäftigen soll, ob er nach dem Gesichtspunkt der Spezialisation
(Vereinzelung) oder der Kombination (Zusammengesetztheit) aufgebaut ist.
Im ersteren Falle kann mit der Beschränkung auf ein einzelnes oder einige wenige
Güter zugleich eine Vereinfachung der Mittel und Arbeitsvorgänge gegeben sein
(wobei der Wirtschaftsbetrieb als Wirtschaft freilich leicht neue Wettbewerber
erhalten kann), während der zusammengesetzte Betrieb, allein durch die Abstimmung
seiner einzelnen Teile, ganz anders aufgebaut sein muß als der erstgenannte
Betrieb. Stellen wir zum Schluß noch fest, daß die Erstellung der Leistung
unter Zuhilfenahme des Zusammenschlusses eines Wirtschaftsbetriebes mit einem
oder mehreren anderen vorgenommen wird, daß es Gelegenheitsgesellschaften,
Konzerne und Trusts gibt, dann rundet sich das Bild von der Leistung ab: sobald
man von dem abstrakten Begriff der Leistung den Sprung in die Wirklichkeit
tut, stößt man auf eine Überfülle von Einzelheiten, auf eine große Zahl verschiedener
Wirtschaften.
Dasselbe gilt von dem Betrieb, d. h. der Durchführung der Wirtschaftstätigkeit
zum Zwecke der Erstellung der beabsichtigten Leistung; der abstrakte Begriff
Betrieb verwandelt sich in zahlreiche Arten von Betrieben, wenn man ihn in
der Wirklichkeit sucht. Der Verschiedenheit der Betriebe entspricht eine Verschiedenheit
der Mittel und Wege, die zu seiner Gestaltung verwendet werden
müssen. Das ist von entscheidender Bedeutung für die Gestaltung des vorliegenden
Buches: die wissenschaftliche Behandlung der tausendfältigen Mittel und Wege
steht vor der schwierigen Aufgabe einer brauchbaren allgemeingültigen Aussage.
Die Möglichkeiten sind: Beschreibung eines bestimmten Betriebes mit seinen
wahrnehmbaren Verfahrensweisen und Leistungen oder Deduktion auf Grund
eines sachverständigen logischen Urteils. In beiden Fällen besteht die Gefahr einer
unzulässigen Verallgemeinerung und die Aufstellung von Sätzen, die die tausendfältige
Wirklichkeit nicht richtig widerspiegeln. Es ist die Kunst der Wissenschaft,
hier den richtigen Weg zu finden, der durchaus nicht immer der sog. goldene Mittel