140
Die Organisation.
Anordnung und Stapelung der hauptsächlich vorkommenden Kategorien von Aufbewahrungsgegenständen.
Gegenstand
Abstellordnun g
, ,rr . , 1 innerhalb
nach (Ffauptgruppe) | der Hauptgruppe
Stapelung
Rohguß
(Umsatz nach Stück
und Gewicht.)
Materialart
(Eisenguß, Metallguß)
grundsätzlich nach
Mod.-Nr. (Wenn
mehrere Konst.-B.
getrennt numerieren,
nach Kennbuchstaben
d. Konstr.-B.
u. innerhalb
dies .nach Mod. -Nr.)
Kleine Gußteilo in den Regalfächern mit
regelmäßiger Lagenbildung stapeln.
Sperrige Gußstücke außerhalb der Regalfäoher
als freie regelmäßige Stapel aufführen.
(Siehe Abb.)
Stangenmaterial
O □ □ in
üblichen Fabrikationslängen.
(Umsatz
nach Gewicht.)
Materialart
(z. B. Bisen, Stahl,
Messing, Kupfer)
nach Abmessungen
bzw. Profil-Nummern,
evtl, nach
Qualitäten.
Kleine 0 in Bündeln von je einer vorgeschrieb.
Anzahl Stangen,m. Gewichtsangabe
jedes Bündels a. einem Etikett.
Mittlere 0 in Lagen mit Gewichtsangabe
jeder Lage auf dazwischen gelegten
Blechstreifen. (Siehe Abb.)
Bei großen 0 aufschlagen des jeweiligen
Stangengewichts auf der Stirnseite (siehe
Abb. 1), Lagerung ohne weitere Unterteilung.
Bandmaterial,
Drähte
in Ringen oder auf
Spulen. (Umsatz
nach Gewicht.)
Materialart
(z. B. Eisen, Stahl,
Messing, Kupfer,
Wiederstandsmaterial)
nach Abmessungen.
Bei isolierten Drähten
außerdem nach
Isolationsart.
In Ringen; Jeden Ring mit Anhänger versehen,
der das Nettogewicht angibt. Je
5 oder 10 Ringe zu Stapeln vereinigen
u. deren Gesamtgewichte auf besonderem
Anhänger angeben. (Abb.)
Auf Spulen; Jede Spule mitAnhänger versehen,
der das Nettogewicht angibt. Die
Spulen im Regalfach in Lagern stapeln,
mit Gesamtgewichtsangabe jeder Lage
auf besonderem Anhänger. (Abb.)
usw.
werden, welche zur Pedanterie führt und somit den gewollten Zweck der höheren
Wirtschaftlichkeit durch unzweckmäßig ausgedehnte Ordnungsvorschriften zunichte
macht. Der triftigste Grund für die Schwierigkeit der genauen Abwägung
zwischen Ordnung und Wirtschaftlichkeit liegt darin, daß die gesetzten Ordnungen
mit dem wirklichen Ablauf des Betriebes genau und jederzeit übereinstimmen
müssen. Denn es ist zu beachten, daß die Ordnungsregeln nur für die betriebliche
Wirklichkeit hingenommen werden, daß sie diese aber nicht selbst darstellen, daß
damit also einmal die peinliche Übereinstimmung der Ordnungsvorschriften mit
der einem reibungslosen Betriebsablauf entsprechenden Ordnung vorliegen muß
und ferner, daß die gesetzte Ordnung bleibt, während der Betrieb weitergeht, lebt,
sich ändert, ausdehnt, zusammenzieht und verlagert.
Bekanntlich entsteht vielfach der so viel gelästerte Bürokratismus aus Regeln
und Vorschriften, die zur Zeit ihrer Einführung betriebsgerecht und richtig waren,
sich nur den veränderten Verhältnissen nicht anpaßten. Falsch angesetzte, zu
weit getriebene und zu starr gehaltene Ordnung stört die Beweglichkeit der einzelnen
Betriebsglieder und führt dazu, daß ein Schematismus einsetzt und sich die
Bearbeiter hinter ihre Vorschriften verstecken, deren Sinn ihnen nicht geläufig ist.
Schon Kleinigkeiten können in dieser Hinsicht große Wirkungen haben. Ist z.B.
der Zeitpunkt der Materialausgabe zu selten angesetzt, so kann die Arbeit im
Betriebe stocken oder die vorbereitenden Überlegungen über Art und Menge des
benötigten Materials können zu lange dauern; an der Ausgabestelle entsteht Überfüllung
und Gedränge, die Ausgabe selbst wird übereilt und ist dadurch mit