Full text : Der Wirtschaftsbetrieb als Betrieb (Arbeit)

Die  Aufgabenverkettung.

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e)  Damen-,  Bett-  und  Tischwäsche
Leinen
Korsette

Kauf  Vorgang  und  Sachgebiet.

f)  Trikotagen
Wirkwaren

Sachgebiet.

g)  Herrenwäsche

h)  Schirme

Krawatten
Schuhe  .

Kauf  Vorgang.

Handschuhe

i)  Gardinen  und  Handarbeiten  .  .
Möbelstoffe
Möbel

überwiegend  nach  Kaufvorgang.

Decken  und  Tücher
Fahnen

j)  Teppiche
Linoleum

Die  zunehmende  Größe  der  Betriebe  hat  eine  Erscheinung  mit  sich  gebracht,
welche  sowohl  organisatorisch  als  auch  wirtschaftlich  von  größter  Bedeutung  ist;
die  immer  stärker  werdende  Entfremdung  nicht  nur  unter  den  eigenen  Betriebsangehörigen ­
  und  Sachgebieten,  sondern  auch  zwischen  Betrieb  und  den  Lieferanten
und  vor  allem  den  Abnehmergruppen,  von  denen  Gedeih  und  Verderb  abhängt.
So  fein  das  Netz  der  Beobachtung  von  Markt-  und  Käufergewohnheiten  von  seiten
des  Betriebes  gesponnen  ist  und  so  genau  das  Abhorch-System  auch  arbeitet,  im
Betriebe  selbst  verlieren  sich  häufig  die  Ergebnisse  in  den  Aktenstößen  einzelner
Abteilungen  oder  Bearbeiter,  ohne  den  übrigen  Betriebsgliedern  zu  Kenntnis  zu
kommen.  Der  kleine  Ladeninhaber,  der  jahrzehntelang  seine  Waren  von  dem
großen  Markenartikelbetrieb  abnimmt,  kommt  lediglich  mit  dem  Vertreter,  allerhöchstens
  mit  dem  Reisekontrolleur,  dem  allerdings  aus  Prestigegründen  dann
häufig  der  Titel:  Direktor  beigelegt  wird,  in  Berührung.  Von  allen  möglichen
Abteilungen  wird  er  bearbeitet:  der  Verkauf  wirbt  vielleicht  um  ihn,  während
gleichzeitig  die  Auskunftsabteilung  ihn  behorcht  und  ablehnt,  die  Buchhaltungsund ­
  Mahnabteilung  drängt  ihn  um  Zahlung  vielleicht  im  gleichen  Augenblick,  indem ­
  er  seine  Sorgen  dem  Vertreter  erklärt  hatte  oder  um  einen  neuen  Auftrag
gebeten  wurde.
Aus  diesen  und  vielen  anderen  Gründen  ist  hin  und  wieder  eine  Zusammenfassung ­
  zu  Abteilungen  in  der  Weise  vorgeschlagen  worden,  daß  aus  dem  einen
Großbetrieb  mehrere  Einzelbetriebe  zwar  mit  gemeinsamer  Oberleitung,  im  übrigen
aber  mit  weitgehender  Selbständigkeit  geschaffen  werden,  so  daß  dann  etwa
mehrere  Betriebsabteilungen,  vielleicht  nach  Erzeugnissen  oder  Kundengebieten,
unter  Umständen  auch  nach  Kundenklassen  (Selbstverbrauchern  und  Wiederverkäufern) ­
  gegliedert,  mit  eigener  Kasse,  Mahn-  und  Inkassoabteilung,  Buchführung, ­
  Korrespondenz,  Expedition,  Verkaufsabteilung,  evtl,  sogar  eigenem  Einkauf
innerhalb  des  kaufmännischen  Ressorts  eines  Betriebes  bestehen  würden.  Die
Abteilungen  werden  also  nicht  nach  Verrichtungen  oder  Objekten,  sondern  mehr
nach  dem  Kundschaftsverkehr  zusammengefaßt.
Diesem  Gesichtspunkt  der  Kundschaftsbedienung  wird  in  Konzernen  oft  Rechnung  getragen ­
  durch  die  Einrichtung  eigener  Verkaufsfirmen  für  gewisse  Fabrikate  (mit  oder  ohne
rechtliche  Verselbständigung).  Allerdings  ist  hier  die  geschichtliche  Entwicklung  von  maßgeblichem ­
  Einfluß,  so  etwa,  wenn  die  Vereinigten  Stahlwerke  mehrere  Werkhandelsfirmen
unterhalten:  Heinrich  August  Schulte  Eisen  A.-G.,  Dortmund,  für  den  Westen  und  Nord-Westen;
  Thyssen  Eisen  und  Stahl  A.-G.,  Berlin,  für  den  Norden  und  Nordosten;  Thyssen
Rheinstahl  A.-G.,  Frankfurt/Main,  für  den  Süden  Deutschlands;  die  Stahlunion  Export
GmbH,  für  das  Ausland.  Diese  nach  Gebieten  aufgeteilten  Verkaufsgesellsohaften  beziehen
ihre  Waren  wiederum  von  Verkaufszentralen,  welche  nach  Erzeugnissen  zusammengefaßt
            
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