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Billigerwerden eine Erhöhung der Kursziffer bedeutet.
Kauft man in Hamburg zu dem veröffentlichten Satze von
M, 2,24 Tael-Auszahlung auf Schanghai, so kauft man relativ
billig, jedenfalls günstiger, als wenn der Gläubiger in
Schanghai seine Forderung auf Hamburg als Mark-Auszahlung
drüben verkaufte. Verkauft man dagegen eine Tael-Auszahlung
auf Schanghai in Hamburg zur Notiz, so fährt
man relativ schlecht. Genau dasselbe Verhältnis waltet bei
den langen Sichten ob, die als Ankaufsraten relativ zu
niedrig sind, wie sich aus folgendem Beispiel, bei dem die
Differenzen zwischen wirklicher Notiz und gedachter Durchschnittsnotiz
mit 1 / 18 d angenommen ist, ergibt.
Hongkong auf London.
4 Mte. Sicht . l/9 13 /i« [Ankaufkurs]
| 1/9 18 /i 6 Durchschnittskurs teurer I
t- t 1/976
| 1/9 Durchschnittskurs = Via teurer |
4 Mte, Sicht in London
direkt notiert l/8 15 /xe [Ankaufkurs],
Wer also in London lange Dollarwechsel auf Hongkong
kauft, bezahlt relativ wenig, wer verkauft, erhält
wenig, sodaß damit sowohl hinsichtlich der t. t. Kurse wie
der langen Sichten bei Zugrundelegung der asiatischen Notizen
in Europa stets der Ankauf der günstigere Weg ist.
Man steht sich demnach auch hier — aber nur von Europa
aus — wie bei den europäischen Wechselkursen, was die
einmal festgestellten und veröffentlichten Notizen angeht,
beim Remittieren besser als beim Trassieren 2 ). Das entspricht
durchaus den wirtschaftlichen Zuständen, da im
Verkehr mit dem Osten in noch viel stärkerem Maße trassiert
wird, als es schon bei anderen internationalen Beziehungen
üblich ist.
Parallel zu der Einteilung der asiatischen Kurse in
Kauf- und Verkaufraten läuft eine Einteilung in Bank-Paper
(Bank-Bills) und Private-Paper (Private-Bills), also
1) In Hongkong nimmt man 1/8 d als Marge zwischen An- und
Verkaufsraten an.
2) Mahlt» erg, Der Kurs des Frankenwechsels, Zeitschr. f. handelswiss.
Forschung. Bd, 3, S. 406.