Full text : Über asiatische Wechselkurse

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Steigen  des  Shilling-  oder  Mark-Betrages  dagegen  ein
Teurerwerden  des  Wechselkurses;  man  muß  mehr  Mark
aufwenden,  um  1  $  zu  erhalten.  Eine  Kursbewegung  von
2/4 3 / 16  auf  2/4 1 / g  für  Singapur  hat  somit  in  diesem  Zusammenhang ­
  zwei  entgegengesetzte  Bedeutungen:  von  hier  aus,
für  England  also,  ist  der  Kurs  um  1 / 18  d  günstiger,  für  Singapur ­
  Vied  ungünstiger  geworden.  Es  entspricht  hier  die  Art
der  Notierung  bereits  den  tatsächlichen  allgemeinwirtschaftlichen ­
  Verhältnissen,  da  bekanntlich  ein  für  das  Inland
günstiger  Wechselkurs  für  das  Ausland  in  gleichem  Maße
ungünstig  ist.  Man  kommt  auf  diese  Weise  mit  einer  einfachen ­
  Gleichung  aus,  während  bei  beiderseitiger  direkter
oder  beiderseitiger  indirekter  Notiz  die  Wechselkurse  hüben
und  drüben  nur  durch  eine  Proportion x )  zu  vergleichen
sind.
Die  Möglichkeit,  indirekte  Kurse  ohne  Umrechnung  als
direkte  Kurse  zu  lesen,  gilt  aber  nur  für  die  t,  t,  Notizen,
deren  Wert  sich  ohne  Zinsen  versteht,  und  nicht  für  die
langen  Sichten,  Zunächst  ist  die  Kurszahl  der  langen  Sichten ­
  stets  höher  als  diejenige  für  t,  t.,  da  man  bei  dem  Ankauf ­
  einer  90  Tage  Sicht-Tratte  auf  Deutschland  für  bare
Hingabe  einer  asiatischen  Einheit,  etwa  eines  Dollars,  wegen
des  Zinsverlustes  mehr  Mark  erhalten  muß,  als  wenn  man
telegraphische  Auszahlung,  eine  sofort  fällige  Forderung
erstände.  Da  bei  direkter  Notiz  aus  denselben  Gründen  der
lange  Kurs  niedriger  als  der  kurze  ist,  so  ergibt  sich  daraus,
daß  die  langen  asiatischen  Sichten  nicht  einfach  als  direkte
Notiz  in  der  Richtung  von  hier  nach  drüben  gelesen  werden
können,  vielmehr  müßte  rund  gerechnet  eine  in  Deutschland
erfolgende  direkte  Notierung  von  langer  Sicht  auf  Yokohama ­
  um  denselben  Betrag  niedriger  sein  als  t.  t,,  wie  er  in
Japan  höher  als  t.  t,  ist.
Will  man  sich  die  Kursbewegung  einer  langen  indirekten ­
  Notiz  nach  direkter  Methode  vorstellen,  etwa  zum  Vergleich ­
  mit  einer  anderen  direkten  Notierung,  so  muß  dies
in  der  Art  eines  Spiegelbildes,  etwa  nach  folgendem
Schema,  geschehen:
1)  Mahlberg,  Der  Kurs  des  Frankenwechsels,  Zeitschrift  f.  handelswissenschaftl.
  Forschung,  Bd.  III,  S,  405,
            
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