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als in der allgemeinen Wirtschaftskonstruktion nur die Wahl offen
stand zwischen privatkapitalistischer und staatskapitalistischer
Wirtschaft. Erst in der neuen Wirtschaftsform, die den
Staat in der gesamten Volkswirtschaft als Mitunternehmer
verankert, ist es möglich, auch die großen Staatsbetriebe
in eine andere Betriebsform zu überführen. Die Verwaltung
muß ohnehin grundlegend geändert werden. Hier aber
hätte der Staat die Möglichkeit, ohne daß er seinen Einfluß
verlöre, Post und Eisenbahn zum Verkauf zu stellen, einer Aktiengesellschaft
zu übergeben, die ihm dank der Beteiligung durch die
Steueraktie niemals entgleiten könnte, und man kann gegenwärtig
noch gar nicht ausdenken, welch ungeheuren Einfluß auf die Gesundung
der Reichsfinanzen die allgemeine direkte Finanzierung
von Post und Eisenbahn ausüben würde. Das wäre namentlich
dann nicht mehr zu vermeiden, sobald das Problem der Währ ungsregulierung
in die Hand genommen wird. Man sollte es sich
wenigstens unter dem Gesichtswinkel der neuen Wirtschaftsform
ernstlich überlegen, ob nicht durch Aktienausgabe auf Post und
Eisenbahn der starke Geldbedarf des Reiches dauerhaft befriedigt
werden kann. An der Ertragsfähigkeit der Betriebe würde sich dadurch
sehr Wesentliches ändern und die Entwicklung unter Ausnützung
und Einsatz aller Initiative der Privatwirtschaft
kann nur günstig beurteilt werden. Das Reich verlöre eine große
Sorge, wie es das sich gegenwärtig immer vergrößernde Defizit
decken soll und erhielte statt dessen außer einer dauernden Steuereinnahmequelle
ein so mächtiges Kapital in die Hände, das auch
bei den ungeheuren Summen, die gegenwärtig erforderlich sind, von
allgemein ausschlaggebender Bedeutung wäre. Daß die Einzelgesellschaften,
die den Betrieb fortsetzen würden, nicht mindestens
ebensogut wirtschaften könnten wie der Staat, daran wird um so
weniger ein Zweifel möglich sein, als in zunehmendem Maße die
alte Pflichttreue der Beamten und Staatsarbeiter, die frühere Grundlage
der Staatsorganisation im Absterben ist und die Aufsicht über
die Betriebsführung nicht ausreicht, um einen wirtschaftlichen
Betrieb zu gewährleisten. Daß die Minderleistungen sich so erschreckend
gerade in den Staatsbetrieben zeigen, ist vielleicht ein
gar nicht zu unterschätzendes Anzeichen dafür, daß die
staatliche Wirtschaft sich überlebt hat und in der heutigen
Zeit nicht mehr ihre notwendigen Grundlagen findet. Je mehr
man anerkennen muß, daß Krieg und Revolution auch den Menschen
geändert haben, und bei dem allgemeinen Suchen nach neuen