Full text : Die Deutsche Volksversicherung

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zur  Unmöglichkeit  gemacht  worden  sei,  die  privaten  Gesellschaften  ihrerseits ­
  bereit  sein  würden,  auf  die  Weiterverfolgung  ihres  Planes  zu
verzichten,  wenn  die  nationalen  Arbeiterorganisationen  glaubten,  ihr
Ziel  durch  den  Anschluß  an  den  „Verband  öffentlicher  Lebensversicherungsanstalten"
  erreichen  zu  können.  Der  Verfasser  erwiderte  darauf,
wie  er  durch  Rücksprache  mit  mehreren  anderen  Mitgliedern  des  Ausschusses ­
  des  „Deutschen  Arbeiterkongresses"  und  anderen  Beteiligten
festgestellt  habe,  sei  der  Verband  der  öffentlichen  Anstalten  für  diese
Kreise  erledigt,  nachdem  er  durch  das  Scheinmanöver  des  fälschlich
als  „Kartell"  bezeichneten  Abkommens  mit  den  bestehenden
Volksversicherungsgesellschaften  die  nationalen  Arbeiter  überrumpelt ­
  hätte.  Zu  Anstalten,  die  in  solch  rücksichtsloser  Weise  vorgingen, ­
  könne  man  nicht  das  Vertrauen  auf  ein  ersprießliches  Zusammenarbeiten ­
  haben,  zumal  die  öffentlich-rechtlichen  Anstalten  in
ihrer  Leitung  den  Vertretern  der  Volksorganisationen  keine  genügende
Mitwirkung  gewähren  könnten.  Wie  Arbeiterorganisationen
müßten  das  Vorgehen  auch  als  eine  Beleidigung  betrachten,
und  deshalb  ein  für  allemal  darauf  verzichten,  mit  dem
Verband  öffentlicher  Lebensversicherungsanstalten  in  irgendwelche  Beziehungen ­
  zu  treten.  Wohl  aber  seien  sie  der  Ansicht,  daß  die  privaten ­
  Gesellschaften,  die  zur  Gründung  der  „Deutschen  Volksversicherung" ­
  entschlossen  gewesen  seien,  keinen  Grund  hätten,
von  ihrem  Vorhaben  Abstand  zu  nehmen.  Die  Gründung  sei  eine
soziake  und  nationale  Notwendigkeit,  und  trotzdem  solle  sie  trotz
aller  Widerstände  erfolgen.  Der  „Deutsche  Arbeiterkongreß"  sei  bereit, ­
  die  Arbeit  der  „Deutschen  Volksversicherung"  zu  fördern  und
seine  Organisationen  ihr  zuzuführen.  Geheimrat  Hackelöer  gab  darauf ­
  zu  erkennen,  wenn  diese  Ausführungen  die  offizielle  Ansicht  des
Kongreßausschusses  darstellten,  so  werde  er  die  Gründung  befürworten;
er  bäte  aber,  vorher  dieserhalb  eine  ausdrückliche  Willenserklärung
herbeizuführen.
In  Verfolg  dieser  Unterredung  vereinigten  sich  am  24.  Januar ­
  1913  auf  Einladung  des  Verfassers  Vertreter  der  Kongreßorganisationen ­
  mit  deck  Beauftragten  mehrerer  Mittelstandskörperschaften,
Bauernverbänden  und  anderen  Beteiligten,  sowie  den  Vertretern  der
privaten  Lebensversicherungsgesellschaften,  welche  die  Gründung  der
„Deutschen  Volksversicherung"  ins  Auge  gefaßt  hatten,  hier  wurden  die
Ansichten,  welche  der  Verfasser  am  17.  Januar  1913  zum  Ausdruck
gebracht  hatte,  vollinhaltlich  bestätigt  und  die  Grundlinien  für  die
Gründung  nach  den  Wünschen  der  nationalen  Organisationen  endgültig ­
  festgelegt.  Da  der  Reichskanzler  auf  eine  Anfrage  hin  erklärte, ­
  die  Zusage  seiner  Mitwirkung  auch  unter  den  veränderten
Umständen  aufrechtzuerhalten,  so  wurde  am  25.  Januar  1913  die
Gründung  der  „Deutschen  Volksversicherung"  in  Berlin  zu  notariellem ­
  Protokoll  vollzogen.
            
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