Full text: Bilanztechnik und Bilanzkritik

Berechnungen: 
*■ Die Umsätze von Tapeten und Linoleum verhalten sich etwa wie 
5 :1. 
Die Kosten betragen 24,3%, rund 25 % vom Umsatz oder 46 1 / 2 % vom 
Einkaufswert. 
Der Gewinn = 23,7 % vom Erlös oder 32% der Selbstkosten (Einkauf 
und Kosten) d. h. mit 100 M Barausgabe deckt der Käufer (24,3 + 52) 
= 76,3 Ji Selbstkosten. 
A Die Umsatzdauer: Verkaufswert des durchschnittlichen Lagerbestandes 
Umsatz 
28 000 M: = 2,75, d. h. der Lagerbestand wird etwa 3mal 
28 000 b 
umgeschlagen. Umschlagsdauer (365 ; 2,75) 133 Tage. 
5- Der Betriebs-Koeffizient (17 564:36 990 [= Umsatzgewinn]) ist etwa 
50 %, der Gewinn-Koeffizient (Umsatz zum Bruttogewinn, 77 115 
36 990 etwa 48 %. 
Betrachten wir zunächst die Ertragsbilanz (S 196.) und die 
Gewinnverteilung. Die Dividende geht alljährlich zurück und 
selbst die Verteilung von 6 bzw. 4% % scheint nicht gerecht 
fertigt zu sein, wenn man die Abschreibungsprozente der Bilanz 
jahre miteinander vergleicht. Es wurde abgeschrieben;’ 
1903 
1904 
Auf Maschinen 
15 % 
10 
o/ 
/o 
Fastagen 
9 % 
7 
0/ 
/o 
Transportfässer 
15% 
12 
o/ 
/o 
Wirtschaftsmobilien .... 
30% 
25 
0/ 
/o 
Flaschen 
100% 
60 
0/ 
/o 
Es zeigt sich hier ein typisches Beispiel für eine „Dividendcn- 
epietscherei“ 1 ). Die Flaschen scheinen 1904 haltbarer geworden 
2 h sein! 
! ) Eine Papierfabrik verteilt 5 % Dividende bei einem Reingewinn 
v °n 108 993, indem sie ein „Maschinenersatzkonto“ in Höhe von 90 000 
»auflöst“ und zu Abschreibungen auf Maschinenkonto verwendet, um die 
Amortisation auf diesem Konto in gleicher Höhe wie im Vorjahre halten 
*u können. Die Dividende wurde aus einer Reserve bezahlt, wobei gleich 
zeitig der Gewinnvortrag von 26 296 M, auf 479 M sinkt. In anderen Fällen 
w ird der Gewinnvortrag in Anspruch genommen und die Abschreibungen 
'werden geringer bemessen. 
Meitner, Buchhaltung und Bilanzkunde* U- 6.u. 7.Aufl. 13
	        
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