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Bilanzen der Hypothekenbanken.
Die typischen Einnahme- und Ausgaheposten sind in der
vorstehenden Kritik (S. 296) einer Ertragsrechnung ersichtlich.
Außer den dort angeführten Einnahmen und Ausgaben
sind noch zu erwähnen: Kursgewinne an eigenen Effekten, Mieteinnahmen;
Pfandbriefumsatzkosten, z. B. die Vergütung an
Wiederverkäufer, an die Zahlstellen der Zinsscheine und ausgelosten
Pfandbriefe, Kosten der Einführung an die Börse,
Emissions- und Umsatzstempel, sofern sie nicht aus dem Agiogewinn
gedeckt sind; Pfandbriefanfertigungskosten; die sachlichen
und persönlichen Kosten der Verwaltung und der Aufsicht.
Die Absatzprovision läßt sich im Durchschnitt, d. h. verteilt
auf den Pfandbriefumsatz des Jahres, berechnen, falls der
Betrag der gezahlten Provisionen im Gewinn- und Verlust-Konto
angegeben ist. Die Zinsenerträgnisse werden naturgemäß durch
die Erhöhung des Aktienkapitals beeinflußt, ferner durch die
Größe der bereitzustellenden flüssigen Mittel. Werden diese
kleiner gehalten, erhöhen sich die Zinsengewinne.
Die Provisionseinnahmen aus Darlehnsgeschäften, Abschlußund
Prolongationsprovisionen, werden gewöhnlich auf mehrere
Jahre, vielfach auf die Dauer der Unkündbarkeit der Darlehne
verteilt, so daß alljährlich eine Quote des früheren Bilanzbetrages
der Provisionsreserve ausgeschüttet, andererseits aber die Jahreseinnahme
teilweise zurückgestellt wird.
Eine wichtige Bilanzposition bilden Agio und Disagio der
Pfandbriefe x ). Beide sind von der wechselnden Konjunktur
des Geldmarktes abhängig. Das Disagio bringt die höhere Verzinsung
des Anlagekapitals in Pfandbriefen über den nominellen
Zinssatz der Obligationen zum Ausdruck. Das Agio oder Aufgeld
bei der Ausgabe von Pfandbriefen und das Disagio (Kursnotiz
unter 100 %) bei deren Rückkauf bilden einen Gewinn der
Bank, Disagio bei der Ausgabe und Agio beim Rückkauf sind
Verluste, wobei zu berücksichtigen ist, daß dem Agioverlust
beim Rückkauf ein Agiogewinn bei der Ausgabe gegenüberstehen
kann.
Agio- und Disagioverlust können aus dem Jahresgewinn
’) Hecht in Holdheims Monatsschrift 1898, S. 251 fl. Rehm, Bilanzen
S. 272fl., vgl. auch 14. Abschnitt.