Object: Die Heimarbeit im Kriege

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Heimarbeit gegriffen haben, so ist dies Streben, so sehr man es bei 
dein Mangel an Heimarbeit und bei den unerfreulichen Begleit 
erscheinungen der Heimarbeit einschränken muß, menschlich durchs 
aus begreiflich. Es besteht in diesen Kreisen ein starkes und be 
rechtigtes Bedürfnis nach Heimarbeit. Für jede rechte Mutter, und 
deren gibt es tu unserm deutschen Volk, Gott sei Dank, noch viele, 
ist es ein bitterer Entschluß, Kinder und Haushalt sich selbst zu 
überlassen und in die Fabrik zu gehen. Darüber können die besten 
Betvahranstalten nicht hinwegbringen; sie sind irnb bleiben Be- 
helfseinrichtungen, Surrogate. 
Was für bedenkliche Folgen die außerhäusliche Erwerbsarbeit 
der Mütter für die Kinder hat, zeigt folgendes Ergebnis^) einer 
Untersuchung über die Beeinträchtigung der Kindererziehung durch 
die mütterliche Erwerbsarbeit, die auf Grund von 749 Akten der 
Deutschen Zentrale für Jugendfürsorge angestellt wurde. Es er 
gab sich dabei, daß 89 Prozent aller kriminellen Jugendlichen aus 
Familien stammten, in denen die Mutter vollständig fehlte oder 
mehr oder weniger bei der Erziehung der Kinder ausgeschaltet war. 
Dabei ergab sich folgendes Bild: 
Mutter fehlt ganz in . . . 
86 Fällen 17,3 
Proz. 
Mutter krank in 
50 „ 
11,4 
„ 
Im Hause berufstätig in . . 
Stundenweise außer dem Hause 
50 ., 
10,3 
" 
tätig in 
Den ganzen Tag außer dem 
85 „ 
17,3 
" 
Hause berufstätig in . . 
Berrifstätigkeit ohne nähere 
118 „ 
24,0 
" 
Angaben in 
24 „ 
5.0 
„ 
Eigenes Geschäft in ... . 
17 
3.7 
„ 
Mutter berufslos, gesund, in . 
54 „ 
11,0 
,, 
Summa 190 Fälle 100,0 Proz. 
89 Proz. 
11 Proz. 
Ohne Angaben über die Berufs 
tätigkeit der Mutter . . 65 Fälle 
Ohne Angaben der häuslichen 
Verhältnisse in. . . . 194 Fällen 
Summe 749 Fälle 
Dr. Käthe Gaebel, „Die Beeinträchtigung der Kindererziehung 
durch die mütterliche Erwerbsarbeit", Zeitschrift für das Armenwssen, 
16. Jahrgang, Heft 5/6.
	        
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