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VIX. YbiOnitt: Einzelne Souldverhältniffe. ; 
man a. a. ©. Bem. 3), NReftanrareure und Stallwirte (M. 1, 584, 
36. IV, 477 H.; vol. dagegen fädhf. GB, 8 1290). Der in der II. Komm. 
geftellte u die Borfchrift auf Stallwirte in Anfehung der bei ihnen 
eingebrachten Tiere, der eingebrachten Fahrzeuge und ihres Inhalts, fowie 
der Gefchirre auszubdehnen, wurde abgelehnt, weil in Diefer ME die 
allgemeinen Beftimmungen genäügenden Schuß gewährten; jei mit Der tall- 
wirtfchaft eine ®ajtwirtfdhaft verbunden und 0 der Befiker Der ein“ 
gelten Wagen und Pferde in der gleichen Wirtfhaft al8 Gaft ab, 10 
erftrecie {ih die Haftung des Wirte8 natürlich auch auf die eingebrachten 
Wagen und Pferde; dieS ergebe ich aber bereits aus 8 626 (eb 701; %. IL 
412; pol Bl. f. NA. Bb. 38 S. 46). E3 haften daher diefe NXategorien NUT 
nad Maßgabe der allgemeinen Borfehriften (SS 276 ff.; vgl. iuSbefondere 
Qangsdorff a. a. O., Brückner, Recht 1907 S. 1114 ff., ferner Urt. d. OLG. 
Dresden vom 13. Mai 1902 und des DLG®. Braunjhweig voın 5. Dezember 
1902, Yipr. d. OLG, Bd. 5 S. 145 If, Bd. 6 S. 227 f Urt. d. OLG. 
Rönigsberg vom 14. Mai 1904 Seuff. Arch. Bd. 59 Nr. 253, Urt. d. OLG. 
Stuttgart vom 28. Oktober 1904 D. Iur.3. 1905 S. 176). Neber Haftung 
für eingeftellte Tiere f. insbef. Urt. d. Keidhsger. vont 26. Mai 1910 
Warneyer Erg.-Bd. 1910 Nr. 265, Urt. d. Kammerger. vom 15. Mai 1907 
und des DLS. Aönigsbera vom 26. unit 1909, Yijpr. d. DLG. Bd. 18 
S. © f Bd. 20 S. 224 ff ferner ©. Schwarz in Bl f. NA. Bd. 75 
S, ,. 
a) Db der Gaftwirt eine phofifche oder juriftifhe Verfon if, 
fommt für die Anwendbarkeit des S 70L nicht in Betracht Meumann 
Note 1), ebenfowenig, vb die etwa erforderliche Nonzeffion (Gew. D. 
8 33) erteilt i{t oder night (ebenjo Langen S. 6 Yum. 11). 
Der Befiber einer Badeanftalt fällt nicht unter S 701, haftet viel- 
mehr nur nach Maßgabe der allgenteinen Grundfäße, val. Urt. D. 
Si Bamburg vom 16. Dezember 1902 Kfpr. d. OLG. Bd. 6 
3, . 
Bweifelhaft und beftritten ift, ob Schlafmagengefellfhaften 
al8 ®altwirte im Sinne des 8 701 zu erachten jind. Die Frage wird 
bejaht von Kacıubeziy Bem. S. 144, Achilles Note 1, DVertmann 
Bem. 1, b und insbefondere von Fuld (D. Yur.3. 1900 S. 227 ff.) 
von lebterem mit der Behauptung, e3 handle fig Hiebei um 
nichts anderes al3 ein „rollende Hotel“. Dagegen wird_ die Ah 
wendbarfkeit des 8 701 verneint von Schippmann a. a. OD. S. 27, 
Langen S. 6 ff., Blond VBorbem. 11, 4, a, RORN-Komm. Bem. 1, 
NE Land. Bd. 2 S. 623, Solomann-Lilienthal S. 720, 
Sijcher-Genle YWofe 1, Dernburg S 353 Ann. 5, Crome S 278 
YUnm. 3, Mittelftein, Die Miete nach dem Rechte des Deutfdhen Keiches, 
2. Aufl, Berlin 1909 S, 36 Di Brückner, Recht 1902 S. 305 ff., 1907 
S. 1107 und Miete S, 190 f., Reindl (Eger, Eijenbahrechtl. Ent{o. 
Bd. 18 S. 367 ff, Bd. 19 S, 88 ff), f. au Urt. d. tribunal de la 
Seine vom 14. Mai 1892 (zit. hei Brückner a. a. OD.) und Urt. d. Parifer 
Kaffationshof8 vom 3. Februar 1896 (Eger, Eijenbabhnrechtl. Entf. 
Bd. 13 S. 127 f., Bd. 14 S. 207 ff). 
Die lebtere Anficht dürfte den Borzug verdienen. Wenn au 
manche Berührungspunkte zwiljden Schlafmagengefellfchaft und Oaft- 
m beftehen und zuzugeben ft, daß unter Umftänden u eine 
Schlafwagengefelfchaft als ®Gajtmirt im Sinne des $ 701 erfcheinen 
Tann, fo Iiegt doch regelmäßig, Mb EN nach den Verträgen, 
welche die (3. Bt. für Deutfchland Hauptjächlich in Betracht kommende) 
„Compagnie internationale des wagons-lits“ mit den einjhlägigen 
Eifenbahnverwaltungen abgefhloHfen bat, in der Hauptfacdhe ein 
Transp eben 0 vor, der feine Natur nicht dadurch Ändert, 
daß dem NReifenden bhefondere Annehmlichkeiten oder Bequemlichkeiten 
ao a — (fo überzeugend Brückner und inSbefondere Reindl 
a. a. OD.) 
„us den gleiden Ermägungen {it S 701 auch auf Damp fe r- 
fajüten unanwendbar; ebenfo land VBorben. II, 4, b, ROR Komm. 
Bem. 1, ee Note 1, Stranz in D. Yur.3. 1905_S, 893 und 
Urt, d. OLG. Hamburg vom 3. März 1905 Recht 1905 ©. 500; and. 
An. Dertmann Bem. 1, c. 
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