126
durch welche der letztere sich als wirksames Glied der Volks
wirtschaft ausweist, nämlich als eine solche Zelle der Volks
wirtschaft, die im gesamten Kreisläufe von Erzeugen und Ver
brauchen sich als vollgültig leistend bewährte.
Welche Stellung hat nun dieser organisch gefaßte Tausch
in unserer obigen Tafel?: Er bedeutet, daß die Ergebnisse
der Werkreife auch ihre Marktreife gefunden haben, d. h. auf
eine höhere Reifestufe gekommen sind, ähnlich etwa wie wenn
das Eisen aus dem Hochofen in das Walzwerk kommt. Nun
erklärt sich auch, warum er in unserer obigen Tafel des Stufen
baues nicht vorkommen kann: darum nicht, weil er uns nicht
subjektive Akte bedeutet, durch deren Zusammensetzung das
Gebilde „Markt" oder gar „Volkswirtschaft" entstünde; son
dern eine Form der organischen Jn-Verbindung-Bringung der
Unterganzheiten (Betriebe) oder, vom Standpunkte der Ein
zelnen aus: eine Form der Eingliederung der Einzelnen (Käufer
und Verkäufer) in schon vorgegebene Ganzheiten, die aber nun
erst konkretisiert (verwirklicht) werden*).
Hieraus folgt: Der Tausch kann nun darum
in der obigen Tafel nicht eigens vorkom
men, weil er in der Stufe der Marktreife
ganz allgemein enthalten ist. „Allgemein"
will aber besagen, daß die Marktreife nicht unbedingt und
ausschließlich durch „Tausch" (durch Handel) vor sich gehen
muß. Sie kann auch mehr oder weniger unmittelbar durch
einen Akt der Gemeinsamkeitsreife bewirkt werden. Man
denke an die Fronhofswirtschaft des Mittelalters, an die
Kriegswirtschaft, an die „Konsumvereine", an die „Quoten-
festsetzungen" von Kartellen und genossenschaftsähnlichen
Verbänden. Hier hat sich der Tausch in verschiedene Formen
von „Z u 1 e i l u n g", die durch Gemeinsamkeits-
*) S. die ausführt. Darstellung in der früheren Abhandlung, oben
S. 50 ff., bes. S. 56 f.