Pferdemarkt) aufstellt*), so sind jene organischen Voraussetzungen
wieder ins Individualistische umgebogen. E s i st richtig,
daß sich Ganzheit nur durch Einzelheit
(Subjektivität)vermittelt;aber das GegenteildieserGrundtatsacheist,daßdieSumme
der Einzelheiten, daß die Subjektivitäten,
das erste Reale wären. Rur indem der Einzelne
sich zum Träger oder Gliede einer
wirtschaftlichen Ganzheit macht, und damit
seine Subjektivität und Einzelheit überwindet,
erlangt er wirtschaftliche Wirklichkeit.
Daß ferner dieses „Zum-Gliede-Werden" keine rein
passive Bedeutung hat, sondern jeweils auch eine U m -
g l i e d e r u n g der vorgegebenen Ganzheit hervorruft, liegt
im Wesen der Sache, und ich habe es bei früheren Gelegenheiten
wiederholt erwähnt.
In meinem „Fundament der Volkswirtschaftslehre" (3. Aufl., 1923,
§ 19) habe ich das Wesen des Preises bestimmt als „d i e Leistungsgröße
eines Mittels im überindividuellen Zusammenhange
aller Mitte l".
Diese Bestimmung ist nur eine nähere Ausführung der obigen Grundbestimmung
(und zwar im Sinne meiner Auffassung der„ leistungsmäßigen"
„verrichtsamen", d. h. „funktionellen" nicht aber „kausalen", Natur aller
Wirtschaft). Denn die organische Verbindung einer Vorstufe von Erzeugung
mit ihrer Nachstufe kann nur dadurch hergestellt werden, daß die
Güter der Vorstufe (z. B. von „Hochofen") im Betrieb der Nachstufe
(z. B. von „Walzwerk") eine Verwendung finden, d. h. also eine bestimmte
Leistung in dieser Nachsiufe, im nstchstböheren Ganzen, vollbringen, in das
(jeweils als Ganzes schon gegliederte!) Gebäude dieser Leistungen mit
ganz bestimmten Verrichtungen eingehen. Je nachdem viele oder weniger
Güter von der Vorstufe geliefert werden, werden wicbtigere oder unwichtigere
Leistungen verwirklicht werden können, werden die Leistungsganzheiten
(Leistungsstände) der Gebilde verschiedene sein.
*) a. angef. Orte; in Nachbildung von Mengers Pferdebeispiel.