Full text : Meyer Amschel Rothschild, der Gründer des Rothschildschen Bankhauses

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der  polizeilichen  Fremdenliste  erscheint  und  mehrfach  um  längere
Aufenthaltserlaubnis  nachsucht.  Am  26.  September  ließ  er  dort
zum  ersten  Mal  und  am  1.  Dezember  zum  zweiten  Mal  seinen  Paß
nach  Frankfurt  visieren.  Seine  Beharrlichkeit,  Klugheit  und  Vorsicht
wird  von  Buderus  gerühmt.  Mit  den  250  000  £  waren  abgetragen
das  zweite  Stockskapital  mit  .  .  .  150  000  £
die  Kapitalien  von  20  800  „
und  von  6  500  ,,
Zur  neuen  Berechnung  wurden  notiert
(22000  +  26  000  +  24  700  —)  .  •  72  700  „
Sa.  250  000  £
Von  den  vorzutragenden  72  700  £  wurden  im  Januar  1813
22  000  ^  ä  70  abgeschrieben,  für  die  der  Betrag  damals  an  Rothschild ­
  abgetragen  war,  vorzugsweise  durch  Zinsüberführung  seitens
der  van  blotter,  an  Nathan  Mayer  Rothschild  in  London.  Kurz
darauf  wurden,  wie  es  scheint,  weitere  26  000  £  abgeschrieben 197 .
Die'Kassenvorräte,  welche  bei  Buderus’  Monatsrechnungen  verblieben, ­
  wurden  vom  September  1808  an  wesentlich  bei  Rothschild
aufbewahrt.  Betrug  der  Kassenvorrat  bei  Buderus’  Rechnung  mehr
als  20  000  fl,  so  war  regelmäßig  auch  der  Vorrat  in  Rothschilds
Kontokorrent  von  ähnlicher  Größe,  so  im  September  1808,  Januar
1809,  Februar  1809,  Juli  1809  bei  Buderus:  fl  24  860.59.3,  116294.52,
107654.47,  26113.59,  bei  Rothschild:  fl  24  995.50.2,  114938.4.1,
106  643.24.1,  25418.15.3.
Während  der  Monate  September  1811  bis  April  1812,  wo  die
Abzahlungen  auf  die  Annuitätenkapitalien  aussetzten,  stieg  der
Vorrat  bei  Buderus  von  fl  29107.20.3  (September)  auf  fl  360  368.54.1
(April),  bei  Rothschild  von  fl  28  846.32.1  (September)  auf  fl  359  437.20.3
(April).  Einen  Zins  zahlte  Rothschild  für  diese  Vorräte  nicht,  ebensowenig ­
  die  van  Notten  oder  andere  Bankiers.  Das  war  damals  nicht
Sitte  und  wurde  höchstens  in  Ausnahmefällen  verlangt.  Dagegen
wurde  scharf  mit  Rothschild  gerechnet,  wo  sich  Gelegenheit  dazu
bot.  Im  Mai,  Juli  und  August  des  Jahres  1810  waren  Kreditbriefe
zugunsten  Rothschilds  an  die  van  Notten  gegangen.  Sie  erscheinen
erst  im  Oktober  in  Buderus’  Rechnung  und  Kontokorrent.  Alle  drei
Summen  wurden  zum  Ankauf  von  Stockskapitalien  verwendet.
Rothschilds  Verzinsung  aber  trat  jedesmal  bereits  mit  dem  Tage  in
Kraft,  an  dem  der  betreffende  Kreditbrief  London  erreicht  hatte.
            
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