Contents: Geschichte des Bremer Binnenhandels im 19. Jahrhundert namentlich unter den alten Verkehrsformen und im Übergang

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die sich auf einer Karte findet, im 15. Jahrhundert, als der Bremer 
Romweg, der dann aber von Minden auf Einbeck ins Leinethal 
abzweigt.') Doch sind auch die Verbindungen über Paderborn 
anderweitig alt bezeugt, trotz der alten grofsen Bedeutung der 
ausgezeichneten Scharte des Leinethals. Die hessische Post fuhr die 
Strafse zuletzt. Das würde die Wiederaufnahme des Projekts bedeuten, 
dem zuliebe unsere Kaiserbrücke in Bremen Drehpfeiler hat, ohne 
eine Drehbrücke geworden zu sein, weil man das Drehbrückenprojekt 
wegen einer damals erwarteten Hauptbahn Frankfurt—Marburg— 
Bielefeld aufgab. 2 ) 
die weiteren einmündenden Anschlüsse aufzeigt. Neuerdings ist auch die 
Lippische Handelskammer mit Äufserungen hervorgetreten. 
') Das ist der ßomweg von meylen zw meylen — durch deutzsche lantt, 
Reproduktion bei L. Gallois, Les geographes allemands de la reuaissance. 
Bibi, de la faoulte des lettres de Lyon, tom. XIII., Paris 1890. 
2 ) Duckwitz, Denkw., S.192—193. Die 1872—73 in Rede stehende Bahn 
sollte im Westen der Neustadt einen Bahnhof erhalten und man meinte, dafs 
man den Verkehr etwa auch nachts durch eine Drehbrücke nicht sperren dürfte. 
Dadurch wurde der Schiffsverkehr von der Schlachte, die um 1200 zuerst er 
wähnt wird, abgelegt. 
Eine Bahnverbindung, die in Nienburg von der Bahn Bremen—Verden— 
Nienburg—Wunstorf nach Minden abzweigt, scheint jetzt zu stände zu 
kommen. Nach einer Zeitungsnotiz vom 29. Juni 1907 hat der Minister der 
öffentlichen Arbeiten die Eisenbahndirektion in Hannover beauftragt, die 
allgemeinen Vorarbeiten für die Eisenbahnverbindung von Nienburg nach 
Minden mit einer Abzweigung nach Stadthagen vorzunehmen. 
Seit dem Ende der sechziger Jahre wurden Pläne einer Westdeutschen 
Nordsüdbahn besprochen. Es wird die Kombination mit der Osnabrücker Bahn 
(Lemförde) und die Route Bremen—Minden oder Bünde erörtert, über Uchte, Peters 
hagen, Minden, Oeynhausen, Altenbeken, und Bielefeld, Paderborn nach Marburg, 
Frankfurt, dazu die Verbindung Höxter—Karlshafen-Kassel von Petershagen, 
Bückeburg aus. Bremen—Marburg via Wunstorf—Kassel sind 394 km, via 
Minden etwa 290 km, Bremen—Minden via Wunstorf 143 km, direkt etwa 
90 km. Man dachte durch die Bahn eine grofse direkte westliche Ver 
bindung durch ganz Deutschland von den westlichen deutschen Häfen bis nach 
Italien-Genua herzustellen und zugleich wieder Westfalen an die Weserhäfen 
anzuschliefsen. In derselben Zeit bestand das Gotthard-Projekt, das seit 1872 
zum Ausbau kam. In den fünfziger Jahren spielten bereits auch preufsische 
Pläne bezüglich einer Bahn von Herford ins Oldenburgische nach der Jade zu 
sammen mit der oldenburgis hen Querbahn und nach Brake—Nordenham. 
Über die Köln-Mindener Eisenbahn habe ich an anderer Stelle, bei 
Gelegenheit der Weseranschlüsse gesprochen, weil man sich bei den Projekten 
zunächst auf den Anschlufs an die Flufsstrafse beschränken mufste, und erst 
durch die Verbindung mit der Bremen—Hannover-Bahn der Anschlufs kam. 
Preufsen verlangte von Hannover eine Bahn zwischen den Festungen Minden 
und Magdeburg. Nachdem eine direkte Bahn nicht zu erhalten war, wünschte
	        
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