Höchstverdienst wird im Akkordlohn von den Eisendrehern
und Schlossern erreicht.
Der Rohmaterialbezug richtet sich, wo möglich, nach den
nächsten Rohmaterialienlagern. So kommt der Grauguß teils
aus der Maxhütte in der Oberpfalz, teils aus dem kgl. Hüttenwerk
Oberreichstätt im Juragebiet. Stahl und Stahlguß liefert
nur das Ruhrgebiet. Aus den Antrazitkohlen, die in großen
Mengen gebraucht werden, stellt man Gas her, welches
mit Wasserdampf vermischt zum Antrieb der Motoren dient.
Von diesen geschieht dann die Kraftübertragung auf etwa
50 Arbeitsmaschinen, wie Drehbänke, Frais- und Stanzmaschinen
und etliche Spezialmaschinen, die teilweise Fabrikgeheimnis
sind.
Die Fabrikation von Automobilkarosserien
steht in München wohl auf der Höhe der Zeit, wie dies die
Erzeugnisse der eingesessenen Firmen ja zeigen. Aber die
Betriebe selbst gehören den Mittel- und Kleinbetrieben an, was
nicht ausschließt, daß die gelieferten Wagentypen den Charakter
erstklassiger Arbeit tragen und den Ruf rechtfertigen,
welchen sich die Firmen alle auf diesem Gebiete erworben
haben. Wir wollen darum nicht näher auf die einzelnen Unternehmungen
eingehen.
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Aus demselben Grunde begnügen wir uns auch mit der
allgemeinen volkswirtschaftlichen Darstellung der Fabrikation
von Drahtwaren- und Drahtgeflechten, bei
welcher der Transportkostenfaktor von Einfluß auf die Standortswahl
sowohl für die Rohstoffversorgung wie für den Fertigabsatz
ist. Der Bezug von Rohmaterialien und der Absatz
der Produkte hat hier mit Bedingungen zu rechnen, welche
durch Kartellierung vorgeschrieben sind. Die zu einem Syndikat
zusammengeschlossenen Drahtwalzwerke beherrschen von
gemeinsamer Verkaufsstelle aus die Produktion der syndizierten
Werke in bestimmt gesonderten Teilgebieten. Beim Bahnbezug
bestehen für München sehr günstige Spezialtarifierungen,
auf die man außerordentlich angewiesen ist wegen der
Geringwertigkeit des Rohmaterials und der unbedeutenden
Werterhöhung desselben durch die Fabrikation.