Full text: Wie muß sich das Stickstoff-Monopol gestalten?

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Der Entwurf des Diese Umstände haben in Verbindung mit der 
Stickstoff-Handels- für unsere Landessicherheit auch in Zukunft drin- 
monopols. gend erwünschten Sicherung unseres Bedarfs an ,, 
Stickstofsverbindungen dahin geführt, daß am 8. März dieses Jahres 
dem Reichstag ein Gesetzentwurf vorgelegt wurde, der den Bun 
desrat ermächtigen will, für die bisher genannten und einige sich an 
schließende Stickstoffdüngemittel und die daraus hergestellten Handels 
produkte einfacher Art ein Handelsmonopol bis zunächst zuin Jahre 
1922 durchzuführen. 
Der Entwurf gibt ungefähr die folgenden Forderungen: 
„Der Bundesrat wird ermächtigt, für die Zeit bis zum 31. März 
1922 für die 
a) anorganischen stickstoffhaltigen Mineralien, worunter Kali 
salpeter und Chilesalpeter verstanden sind, 
b) aus Naturerzeugnissen sowie aus Stickstoff primär herge- 
stellten künstlichen Stickstosfverbindungen, wozu Salpeter 
säure, salpetrige Säure, Ammoniakgas und Kalkstickstosf ge 
hören, 
o) aus den unter a und b genannten oder anderen Stoffen er 
zeugten stickstoffhaltigen Düngemittel, wozu hauptsächlich 
künstlich hergestellte salpetersaure und salpetrigsaure Salze 
(Kalisalpeter, Natronsalpeter, Kalksalpeter, Ammoniaksal 
peter, Natriumnitrit), schwefelsaures Ammoniak, Harnstoff 
und Guanidin gezählt werden, 
ein Handelsmonopol einzuführen und die hierfür erforderlichen Vor 
schriften zu erlassen. Über den 31. März 1922 hinaus darf das Han 
delsmonopol nur auf Grundlage eines besonderen Reichsgesetzes er 
streckt werden." 
Nach einigen weiteren Darlegungen, die hier übergangen werden 
können, weil sie nur kurze Erklärungen zu der hier eingehender ge 
würdigten Sachlage bringen, heißt es dann in dem Entwurf: 
„Zur Erhaltung dieser in Kriegszeiten geschaffenen, für die 
Sicherung des Ernteergebnisses der Landwirtschaft und des Rohstoff 
bedarfs der Sprengstoffherstellung überaus wichtigen Stickstoffindu- 
strie auch nach dem Kriege muß deren Rentabilität sichergestellt werden. 
Das läßt sich erreichen, ohne daß der Landwirtschaft die ihr unbe-
	        
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