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Konstruktion nach handelt es, sich um sogenannte Zirkulierherde mit ansteigenden
Zügen. Die Rauchgase zirkuliert in je 2 Zügen für eine Feuerung unter der
Mitte der Pfanne nach hinten, hierauf wieder nach vorn zurück, dann nochmals
unter den Rand der Pfanne nach hinten und nun nach der Trockenpfanne. Unter
der Trockenpfanne nimmt die Rauchgase ihren Weg zuerst unter dem Rand der
Pfanne nach hinten, dann nach vorn zurück und schließlich in der Mitte nach
hinten zur Esse.
Die technische Anlage der Grobsalz-Siedeanlage zeigt hinsichtlich der Pfannen
keine erheblichen Abweichungen von denen der Einzel-Siedehäuser. Als
wesentliche Ausnahme wäre nur hervorzuheben, daß die Essen in der Trockenpfanne
selbst stehen. Die Grobsalz-Siedeanlage weist 4 Grobsalzpfannen ans,
von welchen jede einen Flächenraum von 207,5 qm besitzt. Jede Grobsalzpfanne
hat 2 Brodemfänge sRauchfänge) von 1 qm, ö. ist 1 / 2 07 der Pfannenfläche,
zum Abzug der Salzdämpfe. Die Trockenfläche abzüglich der Esse beträgt
202 qm. Zwischen den Grobsalzpfannen hat in der Mitte eine Feinsalzpfanne
Aufstellung gefunden, welche Pfanne einen Flächenraum von 85,5 qm besitzt.
Der Brodemfang mißt 1,5 qm, d. i. 1 / 57 der Pfannenfläche, während die Trockenfläche
sich über 366 qm ausdehnt. Die gesaniten Essen besitzen eine Hohe von
30 m und einen Durchmesser von 1,2 m. Die schon erwähnte Rauchgaspfanne
hat eine Flächenausdehnnng von 160 qm. Der Betrieb erfolgt mittels sekundärer
Heizung. In demselben Siedehaus haben nocb 2 Dampfpfannen von zusamnien
135 qm Fläche Aufstellung gefunden. Ein Siedehaus beherbergt eine
Dampfpfanne von 200 qm Fläche. Die Rauchgase ziehen nach ihrer Benutzung
durch den Rauchkamin ab, während für den Abdampf ein Wasserrohr vorgesehen
ist. Nähert man sich dem vor dem Stadt gelegenen Salzwerk, so zeigen sich
dem Auge sogleich die 10 hochragenden Essen als Charakteristikum der Salinen-Anlage.
Ueber die Betriebsweise der Siedeanlage ist folgendes zu berichten. Die
Sole läuft unter Gefälle von den Reservoirs in die Siedepfannen, wobei die
Sole einen Gehalt von 26 % NaCl (Chlornatrinm) hat. Durch die Siedehitze
der Pfannen beginnt die Kristallisation oder der Niederschlag des Salzes.
Den ganzen Arbeitsprozeß des Siedens bezeichnet man als „soggen" des Salzes.
Für den Produktionsprozeß bestehen bestimmte Normalien, die hier wiedergegeben
seien.
Eine Soggeperiode, d. h. ein Siedeprozeß, hat folgende Dauer:
Feinsalz 24 Stunden
Mittelfein 24 „
Mittelgrob 48 „
Grobsalz 96 „
Während des Arbeitsganges wird das siedende Salz mehrmals mit Krücken
auf de» Pfannenmantel ansgeschlagcn. Das heißt, der Sieder bewegt mit der
Krücke, es sind dies lange Holzstangen mit am Ende befindlicher eiserner Krücke,
das siedende Salz von dem Pfannenboden, um das Ansetzen daselbst zu verhindern.
Das Ausschlagen mit Krücken auf den Pfannenmantel wird während einer
Soggeperiode wie folgt vorgenommen:
Feinsalz 4 Mal
Mittelfein 2 „
Mittelgrob 2 „
Grobsalz 1 „
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