Full text : Rechte der Hypothekengläubiger an Miet- und Pachtzinsen

G

Aenderung  der  Gesetzgebung  hinwirken.  Erfolg  ist  dabei
aber  nur  daun  zu  erwarten,  wenn  das  Uebel  in  vollem  Umfange ­
  klargelegt  werden  kann,  wenn  insbesondere  erwiesen
wird,  daß  es  sich  nicht  lediglich  um  vereinzelte  oder  nur  m
engeren  Gebieten  vorkommende  Vorgänge  handelt.  An  alle
beteiligten  Kreise  in  allen  Gebieten  Deutschlands  wendet  sich
deshalb  der  Verband  mit  der  dringenden  Bitte,  i  h  m  ii  b  e  r
tatsä  ch  I  i  cf)  e  Fälle  solcher  m  i  ß  b  r  ä  u  ch  l  i  ch  e  n
A  u  s  n  u  tz  u  n  g  der  gelte  n  -  c  n  g  esetzli  ch  e  n  B  e  -
st  i  in  m  u  n  gen  eingehende  M  i  tt  e  i  I  u  n  g  e  n  —
selbstverständlich  ohne  Angabe  der  in  Betracht  kommenden
Namen  —  und  gegebenenfalls  die  vorhandenen  Unterlagen
zur  Verfügung  zu  stellen.  Das  übermittelte  Material  Wird
einer  eingehenden  sachverständigen  Prüfung  unterzogen
werden  rind  soll  die  Grundlage  bilden  für  die  Schritte,  die
zur  Beseitigung  der  vorhandenen  Uebel  erforderlich  sind."

Dieser  Aufruf  wurde  in  der  Absicht,  Interesse  und  Mitwirkung ­
  möglichst  weiter  Kreise  gewinnen  zu  können,  stark
verbreitet:  so  wurde  er  unter  anderem  an  alle  bedeutenderen
Tageszeitungen,  sowie  die  wirtschaftlichen  und  juristischen
Fachzeitschriften  übersandt.  Weiterhin  gelangte  er  an  alle
Institute,  die  für  die  Hergäbe  von  Hypothekengeldern  in  Betracht ­
  kommen,  also  in  erster  Linie  die  Hypothekenbanken,
Versicherungsinstitute  und  Sparkassen.  Endlich  wurde  er  in
den  Kreisen  der  Grundstücks-  und  Hypothekenmakler,  in  der
Fachpresse  der  Grund-  und  Hausbesitzer,  der  Architekten
und  des  Baugewerbes,  sowie  des  Jmmobilienmarktes  bekannt ­
  gemacht,
Zur  Gewinnung  weiteren  Tatsachenmaterials  erfolgte
späterhin  die  Versendung  spezieller  gefaßter  Fragebogen,  an
bestimmte  Berufskreise;  dabei  erwies  sich  als  eine  starke  Bereicherung ­
  insbesondere  eine  Umfrage,  die  Herr  Justizrat
Hirsekorn  unter  den  in  Groß-Berlin  als  Zwangsvewalter  fungierenden ­
  Herren  veranstaltete.  Wir  schulden  Herrn  Justizrat ­
  Hirsekorn  sowohl  wie  auch  den  Herren  Zwangsverwaltern,
die  sämtlich  in  der  zuvorkommendsten  Weise  sich  der  vielfach
recht  mühevollen  Beantwortung  unterzogen  haben  für  ihre
überaus  freundliche  Unterstützung  lebhaften  Dank.
Die  auf  diese  Weise  für  Groß-Berlin  veranstaltete  Umfrage ­
  wurde  späterhin  vom  Verbände  auf  sämtliche  wichtigeren ­
  Plätze  des  Reiches  ausgedehnt  mit  dem  Erfolg,  daß
auch  hierbei  dem  Ansuchen  des  Verbandes  in  der  entgegenkommendsten ­
  Weise  entsprochen  wurde.  Auch  diesen  auswärtigen ­
  Herrn  Einsendern,  wie  ebenso  allen  übrigen  Be ­
            
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