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auf dem Gebiet der Geschichts- und Kulturtheorie
hervor. Allein — mit welcher Vorsicht geschieht
das, wie auf dünnem Eis, im Bewußtsein jeden
Augenblick einbrechen zu können, ganz ohne das
Selbstbewußtsein, die „Absolutheit“ früherer Tage!
In der Erkenntnistheorie nimmt der Philosoph immer
mehr die Position des Forschers als maßgebend hin
— ein schlagendes Beispiel in dieser Beziehung ist
der Einfluß des großen methodologischen Werkes Carl
Mengers auf die Erkenntnistheorie, auch die des Philosophen.
Und bei Behauptungen über materielle Probleme
erklärt der Philosoph sehr oft ganz charakteristischerweise,
seine Behauptungen seien „nicht
einzelwissenschaftlich“ gemeint. Vielfach beschränkt
er sich — wenigstens prinzipiell — auf das Programm
einer „Koordination der wissenschaftlichen Resultate“,
was also gar nicht mehr Philosophie im spekulativen
Sinn ist — und alles das in der Zeit einer Flutwelle
philosophischen ardors! Der Forscher wiederum
mag noch so sehr geneigt sein, vor der Philosophie
zu kapitulieren, einen sachlich fühlbaren Einfluß
merkt man nur selten. Logik der Dinge! Macaulay
sagt irgendwo, die Entwicklung der politischen
Machtverhältnisse im England der zweiten Hälfte des
17. Jahrhunderts schildernd: „Die Krone mochte
noch so sehr entschlossen sein, ihre Macht auf Kosten
des Parlaments auszudehnen: Dennoch, was immer sie
tat, irgend etwas drängte sie stetig zurück. Das Parlament
mochte noch so sehr zum Nachgeben geneigt, ja
servil sein: Dennoch, irgend etwas zwang es vorwärts.“
So ähnlich steht’s in unserem Fall. So steht’s überhaupt