E. Merck, chemische Fabrik, Darmstadt.
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Arbeiterwohnhaus. (Architekt Prof. Pützer.)
JUBILÄUMSGELDGESCHENKE. Eine 25- bzw. 40jährige ununterbrochene Tätigkeit
von Arbeitern und Beamten erkennt die Firma Merck durch Gewährung von Jubiläumsgeldgeschenken
besonders an. Für die Arbeiter betragen sie
bei 25 jähriger Dienstzeit 150 M.
bei 40 >> >> 300 ,,
URLAUB. Sämtliche bei der Firma angestellten Beamten erhalten je nach dem Dienstalter
jährlich einen Urlaub von 1—4 Wochen. Den Arbeitern werden bei iojähriger Dienstzeit
jährlich 3 Tage, bei 15jähriger Dienstzeit jährlich 6 Tage Urlaub bewilligt.
Mannigfache Erleichterungen sind den Angestellten beim Bezüge von Lebensmitteln,
Kohlen, Fahrrädern geboten. Arzneimittel, soweit nicht die Krankenkasse dafür aufkommt,
können zu ermäßigten Preisen aus der Merck sehen Apotheke entnommen werden.
Mit der Neuerbauung der Fabrik war die Möglichkeit gegeben, auch die bestehenden
sanitären und hygienischen Einrichtungen zu vervollkommnen. Es wurden in erster Linie
die nötigen Räumlichkeiten zur Einrichtung einer allen Ansprüchen genügenden
UNFALLSTATION UND POLIKLINIK bereitgestellt. Sie umfassen 1 Wartezimmer,
1 Konsultationszimmer, 1 Operationszimmer mit Operationstisch, 1 Krankenzimmer mit
Bett, 1 Badezimmer mit Badeeinrichtung und Wasserklosett. Die Ausstattung ist reichhaltig
und modernen Anforderungen entsprechend. Außer Warmwasseranlage, Elektrisiermaschine,
Sauerstoffapparat, sind Instrumente, Sterilisationsapparate, Verbandstoffe, Verbandkästen
und Transportmittel für Kranke und Verletzte ausreichend vorhanden.
Zwecks ambulatorischer Behandlung von Beamten und Arbeitern hält ein Arzt täglich
Sprechstunden in der Poliklinik ab. Unfallstation bzw. Poliklinik wurden im Jahre 1912
in 10 237 Fällen in Anspruch genommen. Für ärztliche Hilfe, Arzneimittel und Verbandstoffe
wurden im letzten Jahre 2000 M. verausgabt.