Full text : Wirtschaft als Leben

Anhang,  IX.

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zu  sein.  Es  ist  dies  ein  Beginnen,  das  sich  zugleich  mit  der  landläufigen
Lösung  verurteilen  würde,  das  aber  jedenfalls  ein  Abweichen  von  dem
Standpunkte  in  sich  schließt,  von  dem  aus  die  metahistorischen  Ergebnisse ­
  allein  ernst  zu  nehmen  sind.  Denn  es  sieht  dann  gerade  so
aus,  als  ob  die  ganze  metahistorische  Erkenntnis  nur  den  Sinn  hätte,
den  Unterbau  der  Geschichte  zu  liefern,  die  als  Krönung  des  ganzen
metahistorischen  Systemes  erschiene.  Man  sieht,  hier  erliegt  die  Naturwissenschaft ­
  gerade  dabei  einer  anthropozentrischen  Anwandlung, ­
  daß  sie  uns  um  jeden  Preis  jener  harmlosen,  aber  unerschütterlichen ­
  Sonderstellung  berauben  will,  die  Träger  und  wechselseitigen
Bürgen  der  empirischen  Wirklichkeit  zu  sein.  Sie  will  uns  daher  auch
in  unserer  Eigenschaft  als  Akteure  der  Geschichte,  als  Kinder  des
Schicksals,  mit  unserem  ganzen  Tun  und  Leiden  in  ihr  Erkenntnisbereich ­
  einzwängen,  in  das  einmal  nichts  anderes  gehört  als  das  „Werkzeugtier“, ­
  jener  Hampelmann  kausalen  Gezappels,  den  wir  in  naturwissenschaftlicher ­
  Auffassung  vorstellen.  Hier  verrät  es  sich  übrigens,
daß  die  landläufige  „Lösung“  auch  jene  rationalistische  Neigung,  in
Sachen  der  Erkenntnis  alles  über  einen  Kamm  zu  scheren,  zum
Bundesgenossen  hat.
Die  Grenzen  der  Geschichte  hätten  endlich  noch  die  Bedeutung
einer  Geburt  der  Logik  im  Geschehen.  Auch  in  dieser  Hinsicht ­
  versagt  das  naturwissenschaftliche  Gegenstück.  Dieser  virtuelle
Geltungsbeginn  der  logischen  Denkgesetze  ist  im  wesentlichsten  Sinne
so  gemeint,  daß  ein  geschlossener  Geschehenszusammenhang,  der  uns
vom  Boden  der  logischen  Denkgesetze  aus  erfaßlich  ist,  von  irgendeiner
Stelle  an  diese  Erfaßlichkeit  verliert;  daß  dort  also  in  irgendeiner
Weise  die  logische  Natur  der  Zusammenhänge  erlischt.
Nun  ist  es  wahr,  erst  mit  dem  Auftauchen  des  „Werkzeugtieres“  hübe
die  gattungsmäßige  Existenz  dessen  an,  was  uns  als  naturwissenschaftliches ­
  Gegenstück  des  Vernunftwesens  der  Geschichte  gelten  darf;  und
so  auch  die  gattungsmäßige  Existenz  jener  Lebensäußerungen,  in  denen
das  vernünftige  Geschehen  sein  Gegenstück  findet.  Der  Übergang
jedoch,  der  von  andersgearteten  Lebensäußerungen  zum  Gegenstück
des  vernünftigen  Geschehens  hin  vermittelt,  vollzieht  sich  beim  Auftauchen ­
  des  „Werkzeugtieres“  wohl  im  Sinne  des  Erstmaligen,  aber
nicht  des  Einmaligen.  Er  wiederholt  sich  bei  jedem  Exemplar
der  Gattung,  wenn  auch  unter  geänderten  kausalen  Verhältnissen,  und
bei  jedem  Exemplar  erfolgt  auch  seine  Umkehrung:  der  Übergang  in
ein  Geschehen,  das  nicht  mehr  ein  Gegenstück  vernünftigen  Geschehens
J st,  das  Umkippen  der  Lebensäußerungen  in  die  Vorgänge  der  körperlichen ­
  Zersetzung,  beim  Tode.  Was  also  da  vorliegt,  ist  nur  das
            
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